Dr. Kristina Sievers wird Leiterin des Coesfelder Stadtmuseums

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Stadtbaurat Thomas Backes (von links), Dr. Kristina Sievers und Fachberechsleiterin Dr. Mechtilde Boland-Theißen.

Coesfeld. Schon kurz vor ihrem Vorstellungsgespräch hat Dr. Kristina Sievers „Das Tor“ besucht. „Nachdem ich meine Bewerbung abgeschickt hatte, habe ich mir mit meiner Schwester das Museum angesehen – inkognito sozusagen“, erklärt die 35-Jährige schmunzelnd.

Scheinbar hat sich der Rundgang gelohnt: „Das Walkenbrückentor ist ein historischer Ort. Hier habe ich das Gefühl, in Geschichte hineintreten zu können“, zeigt sie sich begeistert von ihrem neuen Arbeitsplatz. Am Montag wurde Sievers als neue Leiterin des Coesfelder Stadtmuseums vorgestellt.

Ab Januar übernimmt die ehemalige Studentin der Universität Münster, die ihren Magister im Hauptfach Neuere und Neueste Geschichte absolvierte, den Posten. Bis zum Sommer dieses Jahres hatte sich Kerstin Zimmermann hauptverantwortlich um das Coesfelder Museum gekümmert. „Den Eintritt von Frau Zimmermann in den Ruhestand haben wir zum Anlass genommen, das Museum etwas umzustrukturieren“, so Stadtbaurat Thomas Backes. Unter anderem gibt es das Amt der Museumsleiterin ab Januar erstmalig.

Gegen 47 Mitbewerber setzte sich Dr. Kristina Sievers durch. „Ich freue mich sehr, dass sie das Rennen gemacht hat“, sagt Dr. Mechtilde Boland-Theißen, Leiterin des Fachbereichs „Kultur & Weiterbildung“. Sievers, die ihr Abitur in Ahaus abgeschlossen hat, arbeitete zuletzt im „Haus der Geschichte“ in Bonn. Zuvor war sie noch, während sie an ihrer Doktorarbeit schrieb, in der Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“ beschäftigt. Auch Coesfeld als Arbeitsort ist der neuen Museumsleiterin nicht unbekannt: Zu Studienzeiten war sie Praktikantin im Stadtarchiv in der Walkenbrückenstraße. Sievers wohnt derzeit noch in Wanne-Eickel.

„In Angriff nehmen möchten wir schon bald die neuen Teilabschnitte im Stadtmuesum“, kündigt Backes an. Zu sehen seien sollen zukünftig Ausstellungen über das barocke Coesfeld, Coesfeld zur Zeit der Hanse und zur Zeit der Religionskriege. Finanziell unterstützt wird das Projekt vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und der Stadt Coesfeld. „Außerdem bewerben wir uns für Leader-Fördermittel“, so Boland-Theißen.

Zusammensetzen möchte sich Dr. Kristina Sievers mit Georg Veit, um die Ausstellungen zu planen. Der Coesfelder hatte zuvor an den bisherigen Ausstellungen mitgewirkt Geöffnet hat „Das Tor“ für Besucher samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr. Führungen werden außerdem nach Vereinbarung angeboten.

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