Waldgruppe des Herz-Jesu-Kindergartens erkundet die Natur

Ein Konzept für Hirn, Herz und Hand

In der Waldgruppe des Herz-Jesu-Kindergartens wird in der Natur gefrühstückt, gesungen und gespielt. Beim Tag der offenen Tür können sich Eltern über das Konzept informieren.

Coesfeld. Jeden Montag und Dienstag ist die Kindergartengruppe im Wald. „Wenn es nach meinem Sohn ginge, könnten sie auch die ganze Woche hier sein“, lacht Mutter Nicole Barenbrügge.

Die Waldgruppe des Herz-Jesu-Kindergarten verbringt die ersten zwei Tage der Woche ohne Pause im Wald – mit allem, was dazugehört. In dem Waldstück in Goxel wird gefrühstückt, gesungen, gespielt und vor allem die Natur erkundet und erfahren. „Weil Hirn, Herz und Hand angesprochen werden, spricht das Konzept die Kinder so an“, erklärt Erzieherin Kristina Sandscheiper.

2010 fing die Planung für das Konzept an, 2011 startete es. Jetzt wird es von Kristina Sandscheiper und ihren Kolleginnen Ute Winkelhüsener und Claudia Kolkmann durchgeführt. Neben der Freispielphase wird der Wald auf unterschiedliche Art und Weise genutzt. Zum Beispiel beim Bauen eines Staudamms. Oder beim Beobachten der Wildgänse am See durch das Fernrohr. Denn es gibt nicht nur Marienkäfer und Co. im Wald zu finden: „Wir haben sogar schon mal eine Erdkröte gefunden!“, berichtet Elias Vogel (4) stolz.

Die Nähe zur Natur fördert auch das Bewusstsein für die Umwelt: „Alles hier im Wald wird von den Kindern gut behandelt“, erzählt Ute Winkelhüsener. „Wenn sie Müll auf dem Boden liegen sehen, sind sie ganz empört“, stellt die Erzieherin erfreut fest.

Wer sich für das Konzept der Waldgruppe interessiert, ist an diesem Sonntag, 23. November, eingeladen, den Herz-Jesu-Kindergarten beim Tag der offenen Tür kennenzulernen. Neben Spieleinheiten für die Kinder wird von 15 bis 17 Uhr die Einrichtung vorgestellt. 

SL-Ausgabe vom 19.11.2014

Von Franzi Veith

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