Mitarbeiter von J.W. Ostendorf lassen sich typisieren. Aktion in Coesfeld geplant

Die Kollegen wollen helfen

Andre Segbert sucht einen Stammzellenspender.

Coesfeld. Ein kleiner Hoffnungsschimmer besteht für Andre Segbert schon jetzt.

In der weltweiten Stammzellen-Spenderkartei könnte ein potenzieller Spender für den schwer an Leukämie erkrankten 30-Jährigen aus Coesfeld notiert sein. „Die beiden potenziellen Spender müssen aber zunächst gefunden, kontaktiert und auf ihren Gesundheitszustand durchgecheckt werden“, sagt Dieter Engbersen, der sich seit Jahren für die Stefan-Morsch-Stiftung engagiert. Weil dies einige Wochen dauern könne und dann mitunter immer noch kein passender Spender gefunden sein könnte, wollen Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen nicht so lange warten.

Zwei Typisierungsaktionen sind bereits geplant, die erste auf Anregung des Betriebsrates von Segberts Arbeitgeber J.W. Ostendorf am Mittwoch, 15. Juni, betriebsintern im Coesfelder Unternehmen. „Wir haben rund 600 Mitarbeiter. Niemand wird gezwungen, da mitzumachen. Aber wir hoffen, dass wir 300 Mitarbeiter mobilisieren können, sich typisieren zu lassen“, sagt JWO-Sprecher Dr. Michael Pehlke.

Typisierungen in unmittelbarer örtlicher Nähe seien erfolgversprechender. „Man sucht ja praktisch einen genetischen Zwilling“, klärt Dieter Engbersen auf. „Und da ist die Wahrscheinlichkeit bei Typisierungen im Münsterland größer, einen geeigneten Spender zu finden.“

Engbersen selbst wird in Coesfeld eine öffentliche Typisierungsaktion begleiten. Der Termin stehe noch nicht fest, soll aber im Juni liegen.

Bei einer Typisierung wird nur eine kleine Menge Blut entnommen und untersucht. In Frage kommen Menschen im Alter zwischen 18 und 50 Jahren. Ausgenommen sind Frauen nach mehr als zwei Schwangerschaften und Menschen mit schweren Erkrankungen. Wird tatsächlich ein Spender gefunden (dies muss nicht ausschließlich für Andre Segbert der Fall sein, sondern auch für andere an Leukämie Erkrankte), kann dieser durch eine Spende von Stammzellen aus dem Blut ambulant und direkt helfen.

Ausführliche Informationen im Internet: www.stefan-morsch-stiftung.com.

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