Am 8. September findet das Coesfelder Stadtschützenfest statt

König unter den Königen

Am Montagabend trafen sich die Verantwortlichen aller zwölf Schützenvereine, die am Coesfelder Stadtkönigsschießen am 8. September teilnehmen werden.

Coesfeld. Als sich im vergangenen Jahr die Vorsitzenden der Coesfelder Schützenvereine trafen, um Erfahrungen auszutauschen, kam irgendwann der Wunsch auf, ein Stadtschützenfest zu feiern.

„Das letzte und bisher einzige Fest liegt 15 Jahre zurück“, erinnert sich Stefan Gillessen, 1. Vorsitzender des Bürger- und Junggesellen Schützenverein Coesfeld. „Damals wurde anlässlich des Coesfelder Stadtjubiläums ein Stadtschützenkönig ermittelt.“ Von der Idee begeistert, einen König unter den Königen und damit einen Nachfolger für Ralf Hessel von der St.-Antonius-Schützenbruderschaft zu finden, der damals den Vogel abgeschossen hatte, starteten die Planungen für ein gemeinschaftliches Fest der Coesfelder Vereine.

Am Montagabend fand im Heidehof (Goxel) das insgesamt vierte Treffen mit allen Vereinsvertretern der beteiligten Schützenvereine statt. Von den 18 Coesfelder Schützenvereinen werden 12 am Stadtschützenfest, das am 8. September stattfinden soll, teilnehmen. Schießberechtigt sind dabei die Könige der vergangenen 15 Jahre von allen 12 teilnehmenden Vereinen. Neben den Majestäten des Bürger- und Junggesellenschützenvereins treten dabei die Regenten von folgenden Vereinen an: St. Antonius-Schützenbruderschaft, Schützenverein Flamschen, Schützenverein Kalksbeck, Bruderschaft St. Michael Stevede, Schützenverein Hohes Feld, Schützenverein Brink, Schützenverein Goxel, Schützenverein Gaupe, Schützenverein Harle, Schützenverein Stockum/Bülten und Schützenverein Coesfelder Berg. „Neben den drei Letteraner Schützenvereinen haben sich drei der kleineren Vereine gegen eine Teilnahme entschieden“, so Gillessen.

Der Ablauf des Vogelschießens soll Chancengleichheit für alle Teilnehmer gewährleisten: „Sollte ein Verein keine 15 Könige stellen“, so Gillessen, „wird das Schießen so angepasst, dass jeder Verein die gleiche Chance bekommt, dass der Stadtkönig aus den eigenen Reihen kommt.“

Während es anfänglich mit einigen Schwierigkeiten verbunden war, einen gemeinsamen Konsens für alle Vereine zu finden, steht mittlerweile ein grober Programmablauf. „Uns war direkt klar, dass es nur einen Schützenfesttag geben soll. Aber wie beispielsweise der Festablauf in den Abendstunden aussehen sollte, sorgte für einige interessante Diskussionen. Mittlerweile sind wir alle überzeugt, dass das Stadtschützenfest einen eigenen Charakter haben sollte und bieten aus diesem Grund einen Dämmerschoppen mit offenem Ende an der Vogelstange an. Zusätzlich wird der Valkenhof ab 20 Uhr geöffnet sein. So kann jeder selbst entscheiden, wie er den Abend ausklingen lassen möchte.“

Auch die Rahmenplanung hat bereits feste Züge angenommen, wie Stefan Gillessen weiter berichtet: „Viele Punkte der Planungen fallen relativ leicht, weil alle Schützenvereine fest eingespielte Abläufe haben. Jeder Verein hat einen Aufgabenbereich übernommen, es steht fest, wer Schießmeister wird und dass es einen Holzvogel geben wird. Hubert Ruthmann wird – wie schon vor 15 Jahren – als Stadtgeneraloberst auflaufen.“

Wenn das Stadtschützenfest im September auf den gewünschten Anklang stößt, soll fortan im Fünf-Jahres-Takt ein Stadtkönig ermittelt werden. Übrigens: auf den Stadtkönig kommen weder Kosten noch Verpflichtungen zu, wie die Mitglieder des Organisationskomitees betonen: „Vielleicht motiviert die Aussicht auf den Titel ‚Stadtkönig‘ auch in den Vereinen Schützen dazu, den Vogel abzuschießen. Wie der genaue Stadtkönigsthron aussehen wird, wird noch im Detail geklärt. Die Hauptsache wird aber sein, dass alle einen spannenden Stadtschützenfesttag erleben.“

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