Film- und Theaterprojekt im Jugendhaus Stellwerk vom 10. bis 14. April

Kinder reisen in die Welten von Indianern und Piraten

Aus einer Vielfalt an Verkleidungsstücken können Leon, Fabio und Linn (von links) schöpfen. Hinter ihnen proben die „Prinzessinnen“ Greta und Julia eine Schattenszene mit Hilfe eines Overhead-Projektors.

Coesfeld. Leon, Fabio und die 6-jährige Linn wühlen in einer Tüte mit Verkleidungsstücken.

Hinter ihnen, auf einer großen Leinwand, sind die Schatten von zwei Prinzessinnen zu sehen – gerade proben einige Kinder im Rahmen des gestern angelaufenen Film- und Theaterprojekts im Jugendhaus Stellwerk Szenen für ihren Spielfilm. „Wir haben heute sogar schon ein Schiff aus Papier gebastelt“, verrät der 10-jährige Max – dieses Schiff soll mit Hilfe eines Overhead-Projektors vergrößert an eine weiße Leinwand geworfen werden, damit eine abenteurliche Kulisse entsteht.

Wofür diese Kulisse benötigt wird, erzählt Sozialpädagogin Gabi Kaudewitz, die das Projekt zusammen mit dem Medienpädagogen Rudolf Gier-Seibert in der zweiten Osterferienwoche leitet: „Letztes Jahr hat das Märchen ,Der Teufel mit den drei goldenen Haaren’ Eltern und Kinder begeistert. Dieses Mal wird eine selbst ausgedachte Geschichte verfilmt. Darin geht es darum, dass acht Kinder bei einem Brettspiel plötzlich verschwinden. Die übrig gebliebenen Kinder müssen in verschiedene Welten reisen und es zum Beispiel mit Piraten und Indianern aufnehmen, um die verschwundenen Kinder zurückzuholen.“

Der Spielfilm wird mit zwei Kameras gefilmt und am Ende des Projekts zusammengeschnitten. Die grobe Struktur des Films ist zwar vorgegeben, jedoch gibt es kein Drehbuch, an das sich die 19 jungen Akteure halten müssen. „Die Kinder werden selbst aktiv, indem sie sich die Szenen und Dialoge für die verschiedenen Welten ausdenken“, berichtet die Leiterin. Nach den Ferien soll ein Abend für Eltern und Kinder stattfinden, bei dem der fertige Spielfilm schließlich präsentiert wird – vielleicht sogar im Cinema.

Was den Kindern an ihrem ersten Projekttag besonders gefallen hat? „Ich finde die Leinwand mit den Schattenbildern am tollsten“, sagt die 6-jährige Franka. Auch Max, der mitgeholfen hat das Schiff zu basteln, gefällt das Schattentheater am besten.

Helena Kasten, die ihren Bundesfreiwilligendienst im Jugendhaus Stellwerk absolviert und die Arbeit mit den Kindern unterstützt, zieht ein positives Fazit vom gestrigen ersten Drehtag: „Die Zusammenarbeit der Kinder lief gut. Sie haben kreative Ideen und vor allem können sie echt gut schauspielern!“

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