Kinder des Liebfrauen-Kindergartens Coesfeld haben künftig 40 Prozent mehr Platz zum Spielen unter freiem Himmel

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Noch eine Baustelle, soll das neue Gebäude des Liebfrauen-Kindergartens Ende Juli fertig sein. Dann erfolgt die Inneneinrichtung. Beziehen werden die Kinder ihr Domizil Ende August.

Coesfeld. Draußen spielen und spielend lernen – hierzu haben die Kinder des Liebfrauen-Kindergartens der Lamberti-Gemeinde künftig rund 40 Prozent mehr Platz.

Denn der Neubau des Kindergartens am Schützenwall 7 ist zweigeschossig. Der 50 Jahre alte Vorgängerbau war ebenerdig – und nahm dadurch mehr Fläche des rund 2 300 Quadratmeter großen Grundstücks in Anspruch. 

Die größere Außenfläche ist einer der Vorteile, den der Neu- im Vergleich zum Altbau bietet: „Er entspricht den Anforderungen, die heute an Kindertagesstätten gestellt werden“, erklärt Architekt Markus Lampe, Geschäftsführer von WoltersPartner Architekten & Stadtplaner GmbH. Sein Büro hatte bei der Mehfachbeauftragung der WSG Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Kreis Coesfeld den Zuschlag für seinen Entwurf bekommen. 

„Wir haben Wert auf ein Gebäude mit hoher Qualität gelegt und eng kalkuliert“, sagt Oliver van Nerven, Geschäftsführer der WSG, die als Bauherr rund zwei Millionen Euro in das Haus investiert, das erstmal für 25 Jahre an die Kirchengemeinde vermietet wird. Für das Grundstück hat die WSG ein 99-jähriges Erbbaurecht mit der Kirchengemeinde vereinbart. 

Oliver van Nerven (links) und Markus Lampe im Obergeschoss an einem der hinausfallsicheren Fenster mit tiefer Brüstung.

Alle vier Gruppen haben eigene Gruppen- und Funktionsräume und bekommen viel Tageslicht. Dafür sorgen fast bodentiefe Fenster, bei denen im Obergeschoss vorgebaute Sicherheitsgläser das Hinausfallen der Kinder verhindern. Aber auch die Lage im Gebäude: Im nördlichen Gebäudetrakt liegen die Küche mit Kochinsel, der Essraum, das Leitungsbüro sowie Mitarbeiter-Sanitäreinrichtungen. Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich ein rollstuhlgerechtes Bad mit ebenerdiger Dusche. 

Beheizt wird das Gebäude mit einer Luft-Wärme-Pumpe über die Fußböden, die im Sommer auch gekühlt werden können. Brauchwasser wird mit einem zentralen Durchlauferhitzer erwärmt. Nicht nur im Erdgeschoss haben die Kinder Tuchfühlung mit „draußen“: Im Obergeschoss, das auch mit einem Fahrstuhl erschlossen wird, gibt es Türen zur Dachterrasse mit Blick auf begrünte Flachdächer. Von der Terrasse geht es über eine Außentreppe in den Garten. Bei Regen ermöglicht ein breiter Gang im Erdgeschoss Fahren mit dem Buggy. An die Gemeinde übergeben werden soll das Gebäude Ende Juli. Bis zum Einzug der Kinder Ende August erfolgt die Möblierung.

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