Kinderkulturprojekt für Wunder und Magie

Aktion in den Sommerferien: Kinder finden Wunder von Coesfeld

„Welches Wunder hast Du schon vollbracht?“ – In den Briefkasten vor dem Rathaus am Coesfelder Marktplatz dürfen Postkarten mit Antworten auf Fragen zum Thema „Wunder“ geworfen werden.

Coesfeld. Wo findet man Wunder? Gab es in Coesfeld schon mal ein Wunder? Über was wundern sich die Menschen? Welche Wunder haben sie erlebt? – Diesen Fragen gehen Kinder beim städtischen Kinderkulturprojekt in dieser Woche nach. Unter Anleitung von Kunstpädagogen werden sie Experten für Wunder – und verwundern dabei auch Coesfelder Bürger.

Schon auf dem Coesfelder Marktplatz lässt sich ein erster Hinweis auf das Projekt „Wunder von Coesfeld“ finden: Vor dem Rathaus steht ein bunt dekorierter Briefkasten, der jede Menge Wunder birgt: Auf Postkarten, die die Teilnehmer des Ferienprojektes verteilt und am Briefkasten ausgelegt haben, stehen Fragen wie: „Welches Wunder hast Du schon vollbracht?“. 

Die Antworten dürfen dann „abgeschickt“ werden und dienen den Kindern als Inspiration, sich dem Thema „Wunder“ auf kreative Art und Weise anzunähern. Auch in der Lambertikirche machten die Teilnehmer am Dienstag Station. Küsterin Claudia Lobbe zeigte den Kindern ein etwas anderes Wunder: Gemeinsam schauten sie sich die Votivgaben am Coesfelder Kreuz an, die als Bitte oder Dank für Hilfe gestiftet wurden – immer dann, wenn Menschen glaubten, durch das Kreuz ein Wunder erlebt zu haben. Die einzelnen Motive erzählten viele Geschichten aus verschiedenen Jahrhunderten und gewährten zum Beispiel einen Einblick, was ein Mensch im 17. Jahrhundert für ein persönliches Wunder erlebt hat.

In der Lambertikirche nahmen die Kinder Votivgaben, die Menschen als Bitte oder Dank gestiftet haben, in Augenschein.

Die ganze Woche lassen die Kinder im Alter von sieben bis 12 Jahren an ihrer „Basisstation“ im Schulzentrum und an öffentlichen Plätzen Wunder wahr werden: Eine Wunschmaschine, die Wünsche produziert, oder ein Ufo, das plötzlich auf dem Marktplatz landet.

Begleitet wurden die Kleingruppen unter anderem von (von links) Rebecca Kempkes, Sabine Wessels und Charlotte Jautz.

Das städtische Kinderkulturprojekt gibt es seit über 20 Jahren. Im Vordergrund stehen die Kreativität der Kinder und das Spiel im öffentlichen Raum. „Die Kinder sollen sich selbst als Künstler ausprobieren und ihre eigenen Ideen mitbringen“, betont Sozialpädagogin Sabine Wessels, zuständig für die Jugendförderung bei der Stadt Coesfeld. „Es gibt ganz viel Interaktion und immer neue Inspiration – so weiß man am Anfang der Woche nie, was am Ende das Ergebnis ist.“

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