Karl-Heinz Parthe und seine Söhne Dominik und Marvin züchten Langohren

Die Kaninchen-Familie

Kaninchenzüchter Karl-Heinz Parthe (Mitte, mit einem Havanna-Kaninchen) und seine Söhne Marvin (10 Jahre, links) und Dominik (14), jeweils mit einem Kaninchen der Rasse Loh-schwarz.

Coesfeld. Alles begann als Dominik Parthe mit einem Kaninchen der Familie an einer Hobbywertung des Kaninchenzuchtvereins W188 Coesfeld teilnahm: „Kaninchen hatten wir immer schon“, sagt Karl-Heinz Parthe, Vater des jungen Tierfreundes.

„Und als mein Sohn bei dem Wettbewerb den ersten Platz machte, wollte er unbedingt in den Verein eintreten. Das hab ich dann auch gemacht.“ Das war 2005. Seit dem gewinnen die Parthe-Männer mit ihren Kaninchen einen Preis nach dem anderen. Mittlerweile ist auch der jüngste Sohn von Karl-Heinz Parthe, Marvin, dem Zuchtfieber verfallen und Mitglied im Coesfelder Kaninchenzuchtverein.

Erster Platz auf der

Bundesrammlerschau

Während seine beiden Söhne Tiere der Rasse „Loh-Schwarz“ heranziehen, widmete sich Karl-Heinz Parthe bisher den „Weißgrannen-Schwarz“. Ab dieser Saison hausen „Havanna“-Kaninchen in seinen Ställen – zur Zeit 15 an der Zahl. „Ich wollte eine neue Herausforderung, deshalb wechselte ich die Rasse“, so Karl-Heinz Parthe – schließlich erzielte der 43-jährige Coesfelder mit seinen bisherigen Tieren schon jede Menge Erfolge. Zuletzt belegte einer seiner Rammler Ende Januar bei der Bundesrammlerschau in Rheinberg den ersten Platz. Auch hatte Karl-Heinz Parthe die beste Sammlung – dabei werden die Richter-Punkte von vier Kaninchen eines Züchters zusammengezählt und ausgewertet. Und dabei war die Konkurrenz groß: Rund 140 Züchter nahmen an der Bundesrammlerschau teil. Über 10 000 Tieren wurden jeweils in ihrer Rasse bewertet.

Über 60 Kaninchen

hat Familie Parthe bald

„Das war ein gutes Gefühl, denn ein Sieg in der Einzelwertung und der Sammlung auf der Bundesrammlerschau ist schon etwas Besonderes“, erinnert sich der Kaninchenzüchter an den Moment, in dem er erfuhr, dass seine Tiere so gut abgeschnitten hatten. „Es braucht aber auch ein wenig Glück, um bei einem solchen Wettbewerb zu gewinnen.“ Außerdem bedarf es viel Zeit und Geschick, schöne Kaninchen zu züchten: Von Oktober bis Januar ist Saison, danach ist Zuchtphase. Dann muss ein Züchter anhand von Merkmalen wie der Körperform und der Fellfarbe bestimmen, welche Tiere am besten zur Paarung geeignet sind. Der Nachwuchs erblickt 30 bis 32 Tage nach der Befruchtung das Licht der Welt: „Wir erwarten dieses Jahr etwa 25 bis 30 Jungtiere pro Rasse“, sagt Karl-Heinz Parthe. Damit tummeln sich demnächst über 60 Kaninchen in den Ställen auf dem Hof.

Das wichtigste für die Tiere ist frisches Wasser und Heu: „Das ist die halbe Miete“, weiß der gelernte Maschinist. Sein Geheimtipp: Unter das Futter mischt er Sonnenblumenkerne – die sorgen für ein weiches, glattes Fell. Und gerade bei den rund sechs Schauen, an denen die Parthe-Familie im Jahr teilnimmt, ist das wichtig. So werden die Tiere vor einem Wettbewerb gewaschen und gebürstet, dann werden die Krallen gestutzt. „Kaninchen sind einfach schöne, ruhige Tiere – das gefällt mir“, bringt Karl-Heinz Parthe seine Faszination für die Tiere auf den Punkt.

Reges Vereinsleben

der Kaninchenzüchter

Seine Vereinskollegen vom Kaninchenzuchtverein W188 Coesfeld können das bestätigen. Zusammen unternehmen Langohrfreunde viel – Sie fahren gemeinsam zu den Schauen in ganz Deutschland, veranstalten Grill-Abende und Fahrradtouren, gehen Bowlen oder besuchen Freizeitparks. Insgesamt gehören 13 Senioren und 12 Jugendliche dem Coesfelder Kaninchenzuchtverein an. „Das ist echt eine klasse Truppe“, freut sich Karl-Heinz Parthe auf die nächsten Aktivitäten mit den Vereinskollegen. Für die Zukunft wünscht er sich: „Mit der neuen Rasse die Erfolge, die ich hatte, zu wiederholen – Man muss sich ja schließlich Ziele setzen“, schmunzelt der Züchter.

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