Leipziger Künstlerin stellt in Coesfeld aus

Bis 2. Juni Werke von Rosa Loy beim Kunstverein Münsterland

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Jutta Meyer zu Riemsloh mit dem Modell des Ausstellungsraums – zu sehen vor dem Motiv „Zwei Wege“.

Coesfeld. Die Frau, die Weiblichkeit in vielen Facetten – das ist das große Thema der Leipziger Künstlerin Rosa Loy, fasst Jutta Meyer zu Riemsloh, Vorsitzende, Geschäftsführerin und Künstlerische Leiterin des Kunstvereins Münsterland, zusammen. Bis zum 2. Juni noch sind Werke der renommierten Künstlerin in den Räumen des Kunstvereins Münsterland im Jakobiwall 1 zu sehen – in einer Ausstellung, die einiges an Planung erforderte.

„Die Frage war: Wie platzieren wir die Exponate so, dass die großen und kleineren Bilder gut harmonieren und gut miteinander korrespondieren“, erklärt Jutta Meyer zu Riemsloh. Immerhin galt es, mit dem Motiv „Zwei Wege“ auch ein Werk mit den Maßen 2,70 mal 2,80 Meter zu platzieren – „das größte Bild, das wir je hier im Kunstverein gezeigt haben“, erklärt die Kunsthistorikerin. 

Und so erstellte sie ein Modell des Ausstellungsraums und platzierte die für die Ausstellung ausgewählten Bilder maßstabsgerecht an den Modellwänden, um die Aufteilung im Raum zu überprüfen. Im Ergebnis finden sich blickfangende große Bildformate gegenüber der Eingangstür des Ausstellungsraums und seitlich kleinere Werke, die viel zeigen und Assoziationen hervorrufen – aber vieles auch nicht zeigen und fast wie nicht vollendet wirken. „Rosa Loy ist eine poetische Künstlerin“, so Meyer zu Riemsloh. Naturthemen, Märchen und Mythen klingen in der Ausstellung „Anwesenheiten“ an – oft sind die Frauengesichter stereotyp gemalt. Der Farbkanon ist eingeschränkt, mitunter etwa auf die Komplementärfarben rot-grün reduziert. Die in Coesfeld gezeigten und weitere Werke von Rosa Loy, Ehefrau des Künstlers Neo Rauch und bekannte Vertreterin der Neuen Leipziger Schule, sind in einem Katalog zur Ausstellung zu finden, ebenso Texte von Jutta Meyer zu Riemsloh und Neo Rauch. 

Geöffnet hat die Ausstellung dienstags bis freitags 14 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 13 Uhr, sonntags 11 bis 17 Uhr. Infos: Tel. (02541) 880711.

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