Diamantener Meisterbrief gestern an 88-jährigen Hugo Lanwer überreicht

Jubilar war zu Tränen gerührt

Diamantenes Meisterjubiläum gefeiert – sie freuten sich mit dem Geehrten Hugo Lanwer (Fünfter von rechts): (von links) Mathias Engels, Petra Heming, Raphael Fischer, Reiner Wedler, Mechthild Bleyer, Mathilde Deibert, Klaus Schramm, Hubertus Kost, Hans Klinkhammer und Werner Fischer.

Coesfeld. Gestern, vor genau 60 Jahren, erhielt Hugo Lanwer seinen Meisterbrief.

Der heute 88-Jährige erlernte das Goldschmiede-Handwerk in der Firma Theodor Heming in Coesfeld. Dort, wo seine Berufslaufbahn einst begann, konnte er gestern sein Diamantes Meisterjubiläum feiern. Der berufliche Start war nicht leicht, denn bereits nach vier Gesellenmonaten wurde er als Soldat eingezogen. Nach bestandener Meisterprüfung gründete Hugo Lanwer im November 1958 seinen eigenen Betrieb in der Eschstraße 14 in Coesfeld, den er über 40 Jahre lang erfolgreich leitete.

Bei der Verleihung war der Jubilar zu Tränen gerührt und bedankte sich mehrfach für die vielen Gratulationen. Händchen haltend mit Lebensgefährtin Mathilde Deibert lauschte er der Laudatio von Raphael Fischer, Obermeister der Gold- und Silberschmiede-Innung Münster. „2002 feierten Sie Ihren 80. Geburtstag: Damals haben Sie in einem Interview gesagt: ‚In der Hinterstraße, da habe ich schön gewohnt. Mein Beruf war mehr als ein Job – es war ein Lebensinhalt.‘ Sie sind ein Vorbild für das Handwerk geworden.“

Den Glückwünschen konnte sich auch Gerrit Tranel, stellvertretender Bürgermeister, anschließen: „Seit Ihrer Meisterprüfung hat sich die Welt gewaltig verändert, so wie Sie, die Welt der Goldschmiedekunst mitgestaltet und zum Positiven verändert haben. Mit Ihrem Geschick, mit Ihren Ideen, mit Ihrem ästhetischen Empfinden.“ Seit Lanwer den Meisterbrief innehatte, hat er auch selbst ausgebildet. „Die jungen Leute haben bei Ihnen das Goldschmiedehandwerk von Grund auf erlernt. Sie haben Ihre langjährige Erfahrung an die Jungen weitergegeben und Ihnen die Möglichkeit geboten, aus Ihren Fehlern zu lernen. Das ist wahrhaft meisterlich“, sagte Tranel.

Übrigens: Der Diamantene Meisterbrief wurde von der Innung erst das dritte Mal überhaupt verliehen!

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