Integration ist wichtig: Oswald-von-Nell-Berufskolleg setzt Akzente

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Zeigen Flagge gegen Rassismus: Meike Ostendorf (Seniorenstift Berkelaue), Rukaia Al Mezal, Aidel Bakr, Marc-André Tews (Schulleiter des Oswald-von-Nell-Berufskollegs), Monika Stoll-Röhl (ehemalige Schulleiterin des Oswald-von-Nell-Berufskollegs), Kais Alafar, Berufsschullehrerin Ina Rupprecht, Dirk Michalowski (Fan-Beauftragter des VfL Bochum) und Berufsschullehrer Thortsen Machinek.

Coesfeld. „Die Saat trägt jetzt Früchte“, betont Monika Stoll-Röhl gegenüber den Streiflichtern. Die ehemalige Schulleiterin des Oswald-von-Nell-Berufskollegs ließ es sich nicht nehmen, am vergangenen Donnerstag am Tag der Generationen und Kulturen an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte dabei zu sein.

Vor über zwölf Jahren wurde das Projekt, damals noch als Treffen der Generationen, von der damaligen Lehrerin Elisabeth Lindenkamp und ihrem Kollegen Thorsten Machinek aus der Taufe gehoben. „Sie haben das Feuer entfacht, das bis heute brennt“, betonte Schulleiter Marc-André Tews. Dabei würdigte er auch seine Vorgängerin, die das Projekt tatkräftig unterstütztem sowie Dr. Alfred Knierim. „Sie waren offen, sich für dieses Projekt zu öffnen“, bedankte sich Tews beim Geschäftsführer des Seniorenstifts Baumberge, der Alten Weberei und des Seniorenstifts Berkelaue.

Ziel des Projektes ist es, dass die Klassen des Berufsgrundschuljahres sowie die Berufsfachschulklassen in der Fachrichtung Sozial- und Gesundheitswesen jede Menge Erfahrungen für ihre zukünftige Berufstätigkeit sammeln. Längst besuchen auch Flüchtlinge die Klassen. „Die Integration ist uns ein wichtiges Anliegen“, betonte Tews mit Blick auf die Auszeichnungen als „Schule der Zukunft“ und „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

„Flucht und Vertreibung gab es schon immer“, so Ina Rupprecht, die gemeinsam mit ihrem Kollegen Machinek die Projekte der Schüler mit den Senioren der Kooperationseinrichtungen in diesem Jahr begleitet hat. Zuhören und voneinander lernen stand dabei im Mittelpunkt. So führte ein Ausflug zum Altar der Kulturen nach Asbeck. Neun Schüler des Owalds unternahmen auf Einladung des VfL Bochum eine dreitägige Bildungsreise nach Weimar. Dort besuchten sie das Konzentrationslager Buchenwald.

Nicht nur verbal, sondern auch äußerlich möchten die Schüler zeigen, dass ihre Schule eine ohne Rassismus ist. Jetzt gibt es Turnbeutel, eine kleine Taschenlampe und ein Armband mit dem Slogan.

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