Gemeinden stellen Konzept zur Prävention sexuellen Missbrauchs vor

Institutionelles Schutzkonzept

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Die Steuerungsgruppe stellte den Gemeindemitgliedern ihr Konzept zur Prävention von Grenzverletzungen, Übergriffen und sexuellen Missbrauchs vor.

Coesfeld. Ein Verbund aus den Pfarrgemeinden St.-Lamberti, Anna-Katharina aus Coesfeld sowie St.-Johannes aus Lette luden zur Vorstellung des gemeinsam erarbeiteten Schutzkonzepts von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt, in die Räumlichkeiten des Anna-Katharina-Pfarrheims in Coesfeld ein.

Pastor Hammans der Anna-Katharina-Gemeinde eröffnete die Vorstellung und betonte zunächste die gute Zusammenarbeit der Gruppe bei einem so ernsten Thema. „Das Heiligste was Gott geschaffen hat, ist ein Kind“, sagte Pastor Hammans und führte fort, „und so ist es unsere Aufgabe mit großer Sorgfalt für den Schutz des Kindes in unseren Gemeinden zu sorgen“.

Der Kindergarten als wichtigster Raum des Kindes ist durch Britta Böhmert, Kindergartenleiterin des Maria-Frieden-Kindergarten, und Angelika Michel, Kinderleiterin des St.-Johannes-Kindergarten, in der Steuerungsgruppe vertreten.

Nach der Eröffnung sprach Mattias Bude, Pastoralreferent der St.-Lamberti-Gemeinde, über den Werdegang und die Bausteine des Institutionelle Schutzkonzepts. Grundhaltung des Schutzkonzeptes ist die Wertschätzung und der Respekt aller. Darauf aufbauend wurden Beratungs- und Beschwerdewege überarbeitet und ausgebaut. Auch kommt es nun zu einer gezielten Aus- und Fortbildung von neuen und alten Mitarbeitern, welche mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Dazu gehört auch eine Selbstauskunftserklärung sowie ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis.

Des Weiteren sei man stolz, dass die Katholische Kirche als erste eine solche Art von Verhaltenskodex verfasst hat. Diesen muss ab Herbst des Jahres jeder Mitarbeiter der Gemeinden unterschreiben. Es gibt nun auch einen gut ausgearbeiteten und zielgerichteten Interventionsplan, welcher zusammen mit einer gelebten Kultur der Achtsamkeit innerhalb der Gemeinde das Schutzkonzept abschließt. 

Zum Ende der Vorstellung dankte Adelheid Strukamp, Beauftragte des Kirchenvorstands der St.-Johannes-Gemeinde, allen Frauen und Männern die am Institutionellen Schutzkonzept der drei Gemeinden mitgearbeitet haben. „Es ist mir aber auch wichtig zu sagen, dass seit vielen Jahren in unseren Gemeinden eine sehr gute Kinder und Jugendarbeit geleistet wird“ so Adelheid Strukamp weiter. 

Das Institutionelle Schutzkonzept soll nun als ein gelebtes Konzept das Miteinander verbessern und wieder eine Atmosphäre schaffen, in der sich Kinder und Jugendliche frei bewegen können, Opfer Gehör und Raum finden und Täter/innen abgeschreckt werden.

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