Samstag steigt die 3. Coesfelder Kulturnacht. Motto „Licht und Schatten“

Innenstadt verwandelt sich

Seit etwa drei Monate läuft für das eifrige Organisationsteam der Kulturnacht die heiße Vorbereitungsphase. Im Bild von links: Sarah Dittrich, Martin David, Matthias Lammers, Georg Veit, Thomas Borgert vom Sponsor VR-Bank Westmünsterland, Karola Wortmann, Doris Röckinghausen, Michael Banneyer und Martina Vennes. Es fehlen Friedhelm Becker, Beate Sonnenschein und Dagmar Kowalski-Brummert. [aK]Foto: Kötters[eK]

Coesfeld. 133 Acts von und mit Coesfelder Bands, Chören, Einzelkünstlern, Tanzgruppen, Schulen und Vereinen, mal erfahren kreativ, mal spontan aktiv. Das sind die Zutaten für die 3. Coesfelder Kulturnacht an diesem Samstag, 21. September. Von mild und fein bis würzig und scharf ist alles dabei!

70 Locations werden für eine Nacht verwandelt sein. Geschäfte, Kirchen und Kneipen, leer stehende Lokale, Naturbühnen wie die Straße selbst, Parks, Treppen, Balkone, Fensterfronten, Hauseingänge und schließlich erstmals das Flussbett der Berkel bilden die Bühne für die phantastisch kreativen Aktionen der Coesfelder für Coesfelder.

Das Besondere dabei: Es fließen keine Gelder. Sowohl Akteure als auch Laden- und Hausbesitzer werden zu überzeugten Kulturnacht-Tätern, verzichten komplett auf Gagen, Mieten und Aufwandsentschädigungen, der Sache wegen. Es entstehen Netzwerke quer durch die Stadt, über alle Etagen und Ebenen hinweg, von denen letztlich irgendwie doch alle profitieren. Die Sponsorengelder werden fast vollständig für GEMA, Versicherung und Druckerei eingesetzt.

Band auf der Berkel und

Marktbrunnen als Vulkan

„Licht und Schatten“ ist das Motto der diesjährigen Kulturnacht, für viele Akteure Leitidee und Herausforderung zugleich. Und so sind 30 Themenprojekte entstanden, wie das XXL-Schwarzlichtbild am Berkelufer, die rotglühenden Kronleuchter in Torbögen, unter Brücken und am Baukran, unzählige Schwimmlichter auf der Umflut, Foto-Shootings und ein Foto-Wettbewerb zum Thema, Videoinstallationen und Schattenspiele quer durch die Stadt. Familie Szymanski präsentiert beispielsweise hinterm eigenen Wohnzimmerfenster ein Schattentheater (siehe nebenstehenden Artikel).

Die meisten Künstler ließen ihre Gedanken grenzenlos fliegen. Die über 80 mottofreien Aktionen sind so bunt und verschieden, wie die Menschen selbst.

Ein paar Beispiele:

Musik: Die Band auf der Berkel, der Chor auf dem Balkon, American Style auf der Kirchenorgel sind nur drei von dreißig Musikevents.

Tanz und Theater: Den Tanz auf dem Vulkan hat eine Gruppe in den Marktbrunnen verlegt. Insgesamt 25 Gruppen ziehen tanzend auf zwei Bühnen die Besucher in ihren Bann.

Bildende Kunst: Höhenkunst bei Mitmach-Bildaktion im Hubsteiger, Bodypainter, eine Skulpturenausstellung in einem leer stehenden Lokal sind Auszüge von insgesamt 30 Einzelacts in dieser Sparte.

Literatur: Ungewöhnlich geht es auch bei Dichtern und Denkern zu. Sie projizieren ihre Werke an die Marktkirche oder lesen aus Fenstern.

Und damit bei so viel Kunst für Auge, Ohr und Herz der Gaumen nicht zu kurz kommt, kreieren Vereine und Gastronomen internationale Köstlichkeiten. Denn mit türkischen, griechischen, portugiesischen und natürlich westfälischen Spezialitäten auf der Hand schlendert es sich nochmal so lang und so schön durch die Kulturnacht 2013 in Coesfeld.

Los geht‘s am Samstag, 21. September, um 19 Uhr, die letzten Aktionen enden gegen 1 Uhr nachts.

Detaillierte Informationen über alle Aktionen im Rahmen der diesjährigen Kulturnacht finden sich wie immer im Internet unter www.kulturnacht-coesfeld.de.

Streiflichter-Ausgabe vom 18.09.2013

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