Zweites Herbstfest der Kolpingsfamile Coesfeld-Zentral: Fast 160 Gäste

Die Idee kam über Nacht

Hedwig Blome (Mitte) mit ihren besonderen Überraschungsgästen: (von links) Helga Möller, Alfons Gerding, Karl Wilde und Luisa Harpering.

Coesfeld. Schön ist er ja, der Saal vom Kolpinghaus in Coesfeld.

Nur schade, wenn der nicht wirklich genutzt wird. Früher gab es hier regelmäßige Kolping-Abende, aber die Besucherzahlen nahmen stetig ab. „Altersbedingt“, wissen die Organisatoren vom Vorstand. Doch zum Glück gibt es Hedwig Blome, die im vergangenen Jahr eine Idee hatte: Ein Herbstfest am Nachmittag. „Dieser Saal ist so gemütlich. Da habe ich mir gedacht, der müsste mal wieder richtig voll werden“, so die Vorsitzende. Die Idee fand großen Anklang: Fast 90 Leute kamen im vergangenen Jahr.

„Dieses Mal haben sich sogar 160 Mitglieder angemeldet“, freut sich Heinrich Wenzel. „Insofern hat sich die Erfüllung von Frau Blomes Wunsch also verdoppelt“, schmunzelt der Pressewart.

Kiepenkerle überraschten

mit plattdeutschen Texten

Maria Bernemann ist die älteste Besucherin beim Herbstfest am Donnerstagnachmittag. Die Angebote am Abend seien ihr zu anstrengen, zu den Veranstaltungen am Tag käme sie aber gerne, versichert die 91-Jährige. „Die Gemeinschaft ist das Schönste. Man gehört einfach mit dazu.“

Beim gemütlichen Kaffeetrinken mit gespendetem Kuchenbuffet kommen die Mitglieder ins Gespräch. Auf einer Leinwand werden Fotos von den gemeinsamen Unternehmungen des vergangenen Jahres abgespielt. Wenzel hat die Präsentation mit Musik hinterlegt. „Es ist einfach schön, das Erlebte nochmal Revue passieren zu lassen“, sagt Agnes Borgert, die der Einladung zum Herbstfest gerne gefolgt ist. Um kurz nach 16 Uhr gibt es dann noch eine ganz besondere Überraschung für die Gäste: Zwei echte Kiepenkerle, begleitet von zwei Damen in traditionellen Kleidern, besuchten die Kolpingsmitglieder und trugen plattdeutsche Texte vor. Der Schnapsausschank am Ende durfte natürlich nicht fehlen. Die Überraschung gelang, denn niemand, abgesehen von Hedwig Blome, hatte im Vorhinein etwas von den besonderen Gästen gewusst. „Die Idee dazu kam mir einfach so, in der Nacht. Dann habe ich immer die besten Ideen“, erklärt Blome.

Schon neue Idee

für die Neuauflage

Auch der Überraschungsgast beim ersten Herbstfest im vergangenen Jahr, ein Zauberer, war den nächtlichen Gedankengängen der 77-Jährigen entsprungen. „Für die dritte Auflage von unserem Herbstfest schwebt mir auch schon etwas vor“, lässt sie durchblicken. „Auf unsere Vorsitzende können wir wirklich stolz sein“, lobt Maria Niehoff, ebenfalls Mitglied des Vorstands.

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