Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen

Hilfe per „Tandem“: Caritasverband nimmt an Modellprojekt teil

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Hand in Hand arbeiten der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, das Bundesministerium für Gesundheit und der Caritasverband für den Kreis Coesfeld bei dem Modellprojekt „Tandem“ zusammen.

Kreis Coesfeld. Inklusion und Normalisierungskonzepte sorgen immer mehr für eine Einbindung von Menschen mit Behinderung in das gesellschaftliche Leben. Das bringt zugleich allerdings auch ein gesteigertes Potenzial mit sich, Suchtmittel zu erwerben und zu konsumieren. Damit auch Menschen mit Behinderung angemessene Angebote zur Suchtprävention und -hilfe erhalten können startet nun das Modellprojekt „Tandem“. Das Caritas-Wohnhaus Ascheberg sowie die Caritas-Werkstätten-Lüdinghausen und Nordkirchen nehmen als einer von drei Standorten bundesweit am Projekt teil.

„Der Bedarf für ein derartiges Projekt ist schon länger gegeben. Die Konzepte, die wir in der Suchtberatung anbieten, greifen nicht wirksam bei Menschen mit Behinderung“, erklärt Hagen Freund, Fachbereichsleiter für Sucht und Psychiatrie beim Caritasverband für den Kreis Coesfeld. „Es besteht immer noch ein blinder Fleck bei unserem Angebot. Es werden passgenaue Hilfen benötigt“, ergänzt Projektleiter vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe Markus Wirtz.

Hier soll nun das Modellprojekt ansetzen. „Tandem“ –das bedeutet die Zusammenarbeit zwischen jeweils einer Einrichtung für Sucht- und Behindertenhilfe. Ein Projekttandem besteht dann aus jeweils zwei Fachkräften pro Einrichtung, also vier insgesamt. Drei verschiedene Instrumente sind während der Laufzeit von drei Jahren vorgesehen. Nach ersten Planungen seit September 2018, sollen in den nächsten Wochen nun konkret die ersten Instrumente zum Einsatz kommen. Es nehmen die Bewohner des Caritas-Wohnhauses Ascheberg sowie die Werkstättenmitarbeiter der Caritas-Werkstätten Lüdinghausen an dem Projekt mit drei Jahren Laufzeit teil. Das Ziel ist es, eine möglichst große Stichprobe zu bekommen, sodass dann an wirksamen Methoden, Beratungsangeboten und -hilfen gefeilt werden kann.

Eins ist jedoch jetzt bereits erkennbar: „Alle Beteiligten sind mit ausgesprochen viel Begeisterung und Engagement dabei. Das habe ich in dieser Form noch nicht erlebt“, lobt Jürgen Pauly, Ministerialrat Referat Sucht und Drogen, den Einsatz.

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