Tanja Vormann aus Coesfeld verbringt ihr freiwilliges soziales Jahr in der AKE-Gemeinde

„Hier ist kein Tag wie der andere“

Jeden Tag mit neuen Aufgaben konfrontiert: Tanja Vormann an ihrem Arbeitsplatz im Pfarrbüro.

Coesfeld. Direkt nach dem Schulabschluss studieren zu gehen und weiter die Schulbank zu drücken, das kommt für viele Schüler nicht infrage.

Auch Tanja Vormann wollte nach dem Fachabitur im Sozial- und Gesundheitsbereich erstmal Praxiserfahrung sammeln und bewarb sich beim Bistum Münster für ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ). Ihr neuer Einsatzort seit dem ersten September ist das Pfarrbüro der Anna-Katharina-Gemeinde in Coesfeld.

Ein soziales Jahr im Ausland konnte sich die 18-Jährige nicht vorstellen. „Ich bin kein großer Sprachenfan und außerdem wollte ich lieber in der näheren Umgebung bleiben.“

Langeweile ist am

Tüskenbach Fehlanzeige

Aber auch vor Ort ist Langeweile Fehlanzeige. Im Pfarrbüro am Tüskenbach gibt es immer wieder neue Aufgaben für Tanja. Hier ein paar Bestellungen aufgeben, dort die Datenbanken im Computer aktualisieren, in Pastors Auto Besorgungen machen und überhaupt: organisieren, organisieren, organisieren. Ob es um den Kinderbibeltag, die Firmvorbereitung oder andere Gemeindefeste geht – Die FSJ-lerin wird in alle Aufgaben des Pfarrbüros eingebunden. „Das ist einfach unheimlich spannend und abwechslungsreich. Hier ist kein Tag wie der andere.“ Zusätzlich zu den täglichen Aufgaben kümmern sich Tanja und die Pfarrgemeinde-Sekretärinnen auch um die Wünsche der Gemeindemitglieder, die das Pfarrbüro direkt aufsuchen.

Und wenn zwischendurch doch mal ein bisschen Zeit bleibt? „Dann gehe ich mit Jule spazieren“, schmunzelt Tanja. Mit der Hündin von Pastor Hammans hat die Coesfelderin längst Freundschaft geschlossen.

Die AKE-Gemeinde ist für die Fachabiturientin sowieso nicht fremd, sie selbst wohnt ganz in der Nähe und ist selbst Gemeindemitglied. Trotzdem war sie sich vor dem Einsatz als FSJ-lerin unsicher, was sie wohl erwarten würde. „Ich bin hier aber unheimlich lieb aufgenommen worden“, stellt Tanja fest. Schon vor Beginn ihres Freiwilligendienstes suchte sie das Pfarrbüro auf. Von ihrer Vorgängerin Luisa Mensing bekam sie viele hilfreiche Tipps und sogar ein kleines Buch mit Hinweisen zu den Arbeitsschritten und dem Umgang mit den Computer-Programmen. „Dafür bin ich ihr total dankbar“, sagt die 18-Jährige. Was sie bisher von ihren ersten Monaten mitgenommen hat?

Zukunftswunsch:

Soziale Arbeit studieren

„Hier lernt man den praktischen Umgang mit Menschen. Außerdem kann man seine Schwächen erkennen und daran arbeiten.“ Für sie scheint das Motto „Ein Jahr für mich – ein Jahr für andere“ voll zuzutreffen. „Das freiwillige soziale Jahr ist wirklich eine tolle Gelegnheit, sich selbst und die eigenen Fähigkeiten besser kennenzulernen. Diese Erfahrung würde ich jederzeit weiterempfehlen.“

Auch nach dem FSJ möchte Tanja im sozialen Bereich arbeiten. Sie würde gerne soziale Arbeit studieren und anschließend im Kinder- und Jugendbereich arbeiten – und das am liebsten in der Region.

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