Sänger des Lambertichors präsentieren Stück beim An-Ko-Blu-Büttabend

„Oh Herr, was haben wir uns da nur angetan?“

Kantor Maximilian Kramer (am Klavier) begleitet die fünf Sänger des Lambertichors nicht nur musikalisch. Der Chorleiter sorgt auch für den Feinschliff für die Schauspieleinlage, die am Samstag beim An-Ko-Blu-Büttabend auf die Bühne kommt. Geprobt wird, bis alles sitzt, damit an diesem Samstag die fidele Gerichtsverhandlung ein voller Erfolg wird. Die launigen Proben versprechen eine schöne Portion Humor.

Coesfeld. „Das war bis hierhin ja schon mal ganz gut“, sagt Kantor Maximilian Kramer, gibt ein paar Verbesserungsvorschläge und schon wird wieder losgesungen – vom illegalen „Veilchenpflanzen“ (im Gesicht) und von zerrissenen Hosen!

Bei den Proben für den ersten Büttabend der karnevalistischen Vereinigung unter dem Dach der St.-Lamberti-Gemeinde schlüpfen Bernd Bäumer, Heinz Lange, Martin Wörmer, Rainer Sentis und Willi Kaute in für sie völlig neue Rollen – nicht nur als Sänger, sondern auch als Schauspieler

Für gewöhnlich setzen sie ihre Stimmen für den Lambertichor ein – diesmal geht es etwas „nonchalanter“ zu. Gemeinsam probt das Sextett für eine fidele Gerichtsverhandlung. Eine Einlage, auf die sich das Publikum des Büttabends an diesem Samstag, 2. Februar, ab 19.31 Uhr im Kolpinghaus freuen darf!

„Muss aufpassen, dass man

sich nicht selber amüsiert“

„Das ist eine witzige Sache. Man muss aufpassen, dass man sich nicht selber amüsiert“, verrät Maximilian Kramer, der Leiter des Lambertichors. Er begleitet die fünf Sänger des Chors auf dem Klavier und sorgt für die Organisation. „Das Stück ist ein Mix aus Opern, Operetten und Volksliedern. Die Textstellen sind zwar abgewandelt, können aber vom Publikum erkannt werden“, sagt Kramer geheimnisvoll. Für 15 Minuten geht es dann heiß her auf der Bühne – neben energischen Stimmen darf nämlich auch das schauspielerische Talent nicht fehlen!

Bernd Bäumer, der als Richter auch das ein oder andere Mal die Stimme erheben muss, nimmt eigentlich immer Reißaus, wenn die Karnevalszeit vor der Tür steht – und flüchtet, wie er sagt: „Nach Norderney. Aber da ich seit über 40 Jahren im Chor singe und ein wirklich passionierter Sänger bin, habe ich „Ja“ gesagt, als Maximilian mich gefragt hat, ob ich bei dem Schauspiel mitmache.“

Willi Kaute hingegen ist ein bekennender Karnevalsnarr – und hat sofort zugesagt. „Vor 16 Jahren habe ich das Stück schon einmal gespielt, damals als Angeklagter. Aber meine Rolle dieses Mal ist auch sehr reizvoll!“

„War schon von Jugend

an zu Schandtaten bereit“

Zu viel darf natürlich nicht verraten werden. Aber wann die Proben angefangen haben, das ist kein Geheimnis. „Das war vor gut zwei Wochen“, verrät Heinz Lange. Und seine Motivation, vor das Karnevalspublikum zu treten? „Ich bin schon von Jugend an zu Schandtaten bereit gewesen“, witzelt Lange, der die Rolle des Angeklagten übt.

Martin Wörmers erster Gedanke zu der Idee war: „Oh Herr, was haben wir uns da nur angetan?“, gesteht Wörmer, der eigentlich auch eher ein „Karnevalsflüchtling“ ist. „Die Zeit ist nämlich arg gedrungen. Aber wenn man mit guten Leuten zusammenarbeitet, macht das ganze sehr viel Spaß!“ Rainer Sentis sah das Angebot, bei dem Stück mitzuwirken, als eine Art Chance zum Durchbruch: „Wenn nicht jetzt, wann dann?!“

Zum Thema

Die Resonanz auf die umkonzipierten An-Ko-Blu-Veranstaltung ist beeindruckend. Organisationschef Markus Eckrodt vermeldet erfreut: Sowohl der Büttabend am 2.2. als auch der Seniorenkarneval am 3.2. (14.31 Uhr) sind ausverkauft. Ganz wenige zusätzliche Plätze könnten für kurzfristig Interessierte noch geschaffen werden. Infos dazu bei Markus Eckrodt, Telefon (02541) 926913.

Streiflichter-Ausgabe vom 30.1.2013

Von Anna Tiffe

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