Heinz Lammers veröffentlicht letzte Dokumentation

Geschichten aus Lette

Lette. Besonders spektakulär wirkt das Haus am Peilsweg 11 auf den ersten Blick nicht. Es ist ein Vorstadtbau mit großzügigem Grundstück. Auf den zweiten Blick verbirgt sich hinter den Mauern aber wahrlich Außergewöhnliches. Heinz Lammers errichtete in seinem Keller ein Archiv über die Geschichte der Stadt Lette. Nun veröffentlicht er sein letztes Werk in Schriftform.

„In den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fing ich an zu forschen und Schriften über Lette zusammengetragen“, so Lammers. „Jetzt ist endgültig Schluss mit diesem Hobby“, ergänzt der Diplom-Ingenieur. Aufhören muss er altersbedingt, auch die Lust an der Arbeit lässt nach.

Mit „Die Besiedlung des Letter Raums“ präsentiert Lammers daher aktuell seine letzte Veröffentlichung. Zu Beginn des Werks nimmt er seine Leser hierbei mit auf eine Reise in die Steinzeit. Unter anderem zeigt er Fotos eigener Ausgrabungen. „Um das Jahr 3 000 vor Christi müssen sich Nordmänner in Lette aufgehalten haben“, vermutet Lammers.

Der Grund dieser Annahme liegt im Fund einer Kragenhalsflasche. „Die Flasche wurde ursprünglich im Norden verwendet“, erklärt der Hobbyautor. Während einer Grabung am heutigen Letter Ortseingang an der B474 stieß Lammers eher zufällig auf das steinzeitliche Gefäß. „Spielende Kinder haben mich auf den Fund gebracht. Wir konnten dann an gleicher Stelle reich verzierte Urnen entdecken“, so Lammers.

Weiter finden sich in seiner Schrift Fotos der ersten Häuser in Lette. Lammers zeichnete anhand seiner Unterlagen selbst den Grundriss des Letter Dorfkerns im Jahr 1800. Der Ort umfasste zu dieser Zeit gerade einmal 45 Häuser.

Mit Abgabelisten, die festlegten, was die Bauern aus damaliger Zeit an ihre Grundherren abzugeben hatten, und Freibriefen bildet Lammers außerdem interessante Originale ab. „Die alten Schriften habe ich selbst übersetzt“, sagt der „Urletteraner“.

Das Archiv von Heinz Lammers besteht aus weit über 100 Aktenordnern, dazu zahlreichen Fotos und Dias. Die verschriftlichten Werke können von Interessierten im Archiv begutachtet werden.

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