Soldaten des 1. Deutsch-Niederländischen Korps aus Münster sammeln von Dienstag bis Donnerstag

Haus- und Straßensammlung für die Kriegsgräberfürsorge startet

Coesfeld. Unter dem Leitspruch "Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden" beginnt jetzt die Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Den Start setzte gestern Bürgermeister Öhmann als Stadtvorsitzender des Volksbundes. Er ruft die Bürgerinnen und Bürger auf, die Projekte des Volksbundes mit einer Spende zu unterstützen. Der Erlös der Sammlung ist für die Friedensarbeit bestimmt.

Traditionell wird in der Zeit um den Volkstrauertag landesweit um Spenden für den Volksbund gebeten. Schirmherrin der Sammlung ist Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. In der Region Coesfeld engagiert sich erneut das Stabsunterstützungsbataillon des 1. Deutsch-Niederländischen Korps aus Münster unter Federführung von Stabsfeldwebel Michael Kersting. Der Coesfelder will mit sechs Soldaten das Sammelergebnis aus dem Vorjahr erreichen oder besser noch übertreffen. Gesammelt wird in Coesfeld-Stadt wie im Ortsteil Lette, und zwar von heute an bis einschließlich Donnerstag, 13. November.

Bürgermeister Öhmann betont wie wichtig die Kriegsgräber als Orte gegen das Vergessen sind. Erst im Sommer hat das Stadtoberhaupt das beim Besuch in Lettes Partnergemeinde wieder erfahren. Anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren haben Bürger als Plerguer und Lette auch die Grabfelder besucht. „Es ist notwendig, die Gräber als sichtbare Zeugnisse menschlichen Versagens und zur Mahnung zu erhalten“, so der Bürgermeister.

Zum Thema: Volksbund

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde Ende 1919 von einer kleinen Gruppe durch Kriegserlebnisse betroffener Menschen in Berlin gegründet. Er ist heute im Auftrag der Bundesregierung für alle deutschen Kriegstoten im Ausland zuständig, erfasst, erhält und pflegt die Gräber. Er berät Angehörige, öffentliche und private Stellen, unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Kriegsgräberfürsorge und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

Mit den Beiträgen und Spenden sowie den Erträgen aus den anstehenden Sammlungen, die einmal im Jahr in vielen Orten stattfinden, finanziert der Volksbund zu mehr als 70 Prozent seine Arbeit. Den Rest decken öffentliche Mittel des Bundes und der Länder. Weitere Informationen zur Arbeit des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge gibt es im Internet unter http://www.volksbund.de.

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