Grundschule in Lette bleibt Bekenntnisschule

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„87 Eltern stimmten für den Erhalt als Bekenntnisschule, 74 Eltern sprachen sich für die Umwandlung für eine Gemeinschaftsschule aus“, verkündete die Leiterin des Fachbereichs Jugend, Familie, Bildung und Freizeit der Stadt Coesfeld, Dorothee Heitz (links). Gemeinsam mit dem Beigeordneten der Stadt Coesfeld, Dr. Thomas Robers und dem städtischen Mitarbeiter Christian Fleige zählte sie im Beisein der Schulleiterin der Kardinal-von-Galen-Grundschule Sandra Schäfer (von rechts) die Stimmzettel aus.

Lette. Die Kardinal-von-Galen-Grundschule in Lette bleibt eine Bekenntnisschule. Das ist das Ergebnis einer Elternabstimmung, die am Dienstagnachmittag mit dem öffentlichen Auszählen der abgegebenen Stimmzettel in der Aula der Grundschule endete. „87 Eltern stimmten für den Erhalt als Bekenntnisschule, 74 Eltern sprachen sich für die Umwandlung für eine Gemeinschaftsschule aus“, verkündete Fachbereichsleiterin Dorothee Heitz das Ergebnis.

Bis Montag konnten die Eltern der Schulkinder der Kardinal-von-Galen-Schule Lette abstimmen. Bei der gestrigen Auszählung der Stimmen war das Ergebnis deutlich: Nur rund 36 Prozent der insgesamt 208 stimmberechtigten Eltern sprachen sich für die Umwandlung der Grundschule in eine Gemeinschaftsschule aus. Somit bleibt die Schule eine Bekenntnisschule.

Insgesamt 165 Briefe wurden von Dorothee Heitz, die Leiterin des Fachbereichs Jugend, Familie, Bildung und Freizeit der Stadt Coesfeld, dem Beigeordneten Dr. Thomas Robers und dem städtischen Mitarbeiter Christian Fleige aus der Wahlurne geholt. Von den 161 gültigen Stimmen entfielen am Ende 74 auf die Umwandlung, 87 Wähler sprachen sich für den Erhalt als Bekenntnisschule aus. 105 „Ja-Stimmen“ wären für eine Umwandlung notwendig gewesen.

„Wir bedanken uns erst einmal bei der Stadt Coesfeld für die professionelle und gute Durchführung der Wahl. Ich finde es gut, dass insgesamt rund 80 Prozent der Eltern an der Wahl teilgenommen haben. Das Ergebnis der ausgezählten Stimmen war ja relativ ausgeglichen, es gab kein klares Quorum für eine Seite“, so die erste Reaktion von Schulleiterin Sabine Schäfer.

Schulleiterin Sabine Schäfer (rechts) verfolgte mit Eltern und Kollegen die Auszählung der Stimmen in der Aula.

„Bei einer Umwandlung in eine Gemeinschaftsschule hätte es natürlich Konsequenzen gegeben, wir hätten etwa anstatt katholischen Religionsunterricht ökumenischen Religionsunterricht angeboten. Ich kann mit dem Ergebnis leben, letzten Endes hat der Elternwille entschieden. Alle Eltern werden jetzt über das Ergebnis informiert, es ändert sich aber nichts für die Kinder“, so die Schulleiterin.

Der Schulpflegschaftsvorsitzende Jürgen Sicking lobte die hohe Wahlbeteiligung. „Mit der Wahlbeteiligung bin ich als Schulpflegschaftsvorsitzender sehr zufrieden. Mit mehr als 80 Prozent Teilnehmer ist der Wille schon repräsentativ, auch wenn rund 14 Prozent gefehlt haben.“ Er war Befürworter der Umwandlung. Ich persönlich finde das Ergebnis der Abstimmung schade, natürlich akzeptiere ich es aber.“

Auch für die Stadt Coesfeld gibt es nach der Wahl keine Veränderungen. „Wir werden das Ergebnis den Politikern vorstellen und nehmen es ansonsten zur Kenntnis“, so der Beigeordnete der Stadt Coesfeld, Dr. Thomas Robers.

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