Coesfelder besuchten Lukas Kauling und Zivi Benedikt Küpers auf Norderney

Gemeinsame Silversterparty mit Freunden am Strand

Die Bettwäsche hat so ihr Gewicht, sodass Benedikt ein E-Wagen beim Verteilen auf dem großen Gelände zur Verfügung steht.

Coesfeld/Norderney. „Für mich stand von Anfang an fest, dass ich für längere Zeit einmal Seeluft schnuppern möchte – und da bot sich der Zivildienst auf Norderney geradezu an.

Die Stelle habe ich in einer Ausschreibung des Bundesamtes für Zivildienst gesehen. Ich habe mich dann direkt beim Seehospiz beworben“, erklärt der 20-jährige Coesfelder Benedikt Küpers seine Entscheidung für Norderney. Im Gegensatz zu Lukas Kauling (siehe Seite 3) beschäftigt sich der ausgebildete Elektroniker eher mit technischen Dingen, denn er unterstützt bei seiner Arbeit den technischen Dienst des Seehospizes und fungiert als eine Art Hausmeister.

Beide Coesfelder lieben

das Leben auf der Insel

Sowohl Benedikt als auch Lukas haben das Insel-Leben schätzen gelernt, da man sich ständig in der Nähe der Küste befindet. Nach der Frage, ob sie es sich vorstellen könnten, ihr ganzes Leben auf der Insel zu verbringen folgt jedoch ein energisches Kopfschütteln. Die beiden Coesfelder sind sich einig: „Leider ist man hier ständig auf die Fähre angewiesen und zudem ist der Großteil Norderneys auf den Tourismus ausgelegt, sodass im Winter relativ wenig los ist. Außerhalb der Saison fühlt man sich daher etwas alleine. Da vermisst man das städtische Leben.“

Grillen im verschneiten Watt

zum Zeitvertreib

Allerdings haben die beiden gegen in den Wintermonaten aufkeimende Langeweile natürlich eine Lösung parat: „Wir gehen, wenn der Touristenansturm vorbei ist, häufig in das Norderneyer Spa-Bad oder sehen mit den anderen Zivildienstleistenden DVDs.“ Außerdem lassen sie auf der Insel ihrer Kreativität freien Lauf und haben zum Beispiel mitten im verschneiten Watt schon mehrmals gegrillt. Auch die Freunde der beiden Coesfelder wollen sich nun häufiger auf der Insel blicken lassen. Eine gemeinsame Silvesterparty am Norderneyer Strand hat bereits stattgefunden, als eine Gruppe junger Coesfelder kürzlich die Reise auf die Insel angetreten hat. „So schnell bietet sich für uns wohl nicht noch mal die Möglichkeit, ein neues Jahr am Strand einweihen zu dürfen“, war Benedikt, einer der Mitreisenden, begeistert von dem Norderney-Trip samt Besuch der beiden Kumpels und gemeinsamer Feier. Lukas Kauling betont, dass er seine Entscheidung für ein FÖJ auf Norderney keinesfalls bereut: „Für mich ist es ein echtes Privileg, bei Sonnenaufgang jeden Tag im Watt stehen zu können und Seeluft zu genießen. Außerdem wird sich vermutlich nicht noch mal so schnell die Möglichkeit für mich ergeben, eine Auszeit vom Studium oder vom Beruf zu nehmen. Darüber hinaus konnte ich so sicher gehen, dass sich mein Berufsfeld später auf jeden Fall im ökologischen Bereich bewegen sollte und dass ich daher auch im Anschluss an das Jahr auf Norderney ein Studium in diesem Bereich beginnen möchte. Und dabei werde ich dann vermutlich auf zahlreiche Erfahrungen des FÖJ zurückgreifen werde.“ Entsprechend positiv fällt sein Zwischenfazit nach gut drei Monaten aus: „Bisher hat es mir wirklich sehr viel gebracht und ich kann es nur allen empfehlen, die sich im Naturschutz engagieren wollen.“

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