Bauliche Umsetzungen für die Teileröffnung des Stadtmuseums laufen auf Hochtouren

Das „Geheimnis“ wird bald gelüftet

Ludger Teves, Dr. Heike Niechoj und Markus Bätker von der Firma Kessler & Co., die mit der baulichen Umsetzung des Stadtmuseums „Das TOR“ betraut sind. Am 28. Januar soll der erste Teil eröffnet werden.

Coesfeld. Mit dem Wort „vollendet“ lässt sich das Projekt des Stadtmuseums „Das Tor“ an der Mühlenstraße (natürlich und zumindest noch) nicht beschreiben. Wohl aber mit „durchdacht“, „arbeitsintensiv“ und „spannend“. Und genau so soll es auch sein.

Am Samstag, 28. Januar, soll „der erste Zipfel des Geheimnisses Stadtmuseum gelüftet werden“, wie Dr. Mechthilde Boland-Theißen das Ereignis in zwei Wochen beschreibt, bei dem zwei Ausstellungsräume des Stadtmuseums eröffnet werden. Die Leiterin des Fachbereichs Weiterbildung und Kultur der Stadt Coesfeld blickt mit großer Freude auf diesen Tag. Dem Ergebnis sei meist gar nicht anzusehen, wie viel Arbeit es in sich berge, so Boland-Theißen. Doch wirft man dieser Tage einen Blick hinter die Mauern des „Tores“, lässt sich erahnen, dass ein solches Projekt nicht im Handumdrehen verwirklicht ist. Sondern nur mit sehr vielen Menschen, mit großem Engagement und begeisterten Förderern.

Seit gut einem Jahr ist die Firma Kessler & Co. aus Mülheim mit der gestalterischen Umsetzung des Konzepts betraut. Geschäftsführerin und sozusagen gestalterische Bauleiterin ist Dr. Heike Niechoj, die sich von dem gansamten Museumsprojekt begeistert zeigt. „Wir haben uns lange und intensiv mit der Entwicklung der Pläne beschäftigt, bevor wir mit der konkreten Arbeit im Gebäude vor einer Woche angefangen haben.“

Gut die Hälfte ihrer neun festangestellten Mitarbeiter hat Niechoj in das Projekt für „Das Tor“ eingebunden, zudem externe Experten für die Elektronik, die nun täglich werkeln. Zurzeit könne man noch nicht viel erkennen, sagt sie fast entschuldigend, aber sie betont: „Als wir die Beleuchtung einsetzten, herrschte von jetzt auf gleich eine ganz andere Atmosphäre in den Räumen.“ Das klingt schon fast nach einem Versprechen.

Die gestalterische Bauleiterin erklärt einige Aspekte des Museumskonzepts. „Wir nutzen an den Stationen der Ausstellung unterschiedliche Inszenierungen, um den Inhalt zu vermitteln.“ Sie verdeutlicht: „Der Kofferstapel im Raum über das jüdische Leben beschäftigt sich mit Fragen und Antworten zu Deportation und Ausreise zur Nazizeit.“ Außerdem, so Niechoj, handele es sich um eine spannende, da interaktive Ausstellung. Es gebe beispielsweise einen Sack mit Kopien originaler Feldpost darin. „So bekommt der Besucher das Gefühl, er stöbere tatsächlich in alten Briefen.“ Auch gebe es Filme und Hörstationen. Aber zu viel soll jetzt noch nicht verraten werden.

Nur soweit: „Das neue Museum soll zeitgemäß und für alle Altersgruppen interessant sein und es auf Dauer auch bleiben“, sind sich Boland-Theißen und Dorothee Heitz, Pressesprecherin der Stadt, einig. Man blicke auf eine arbeitsintensive Zeit zurück und auch voraus. „Ein so partizipativer Prozess, wie wir ihn hier haben, ist nachhaltig, kostet aber auch Zeit“, erklärt die Fachbereichsleiterin. „Hier wirken Haupt- und Ehrenamtliche sehr gut zusammen.“ Das sei das Besondere an diesem Museumsprojekt. Dass zudem noch viel Platz für weitere spannende Entwicklungen und Ideen sei, nämlich für das Obergeschoss des Museums, stelle eine weitere Besonderheit dar.

Auch Niechoj weiß nur Gutes über das Zusammenwirken der engagierten Mitarbeiter zu sagen. „Ich habe selten mit einer so effektiven Projektgruppe gearbeitet. Es herrscht viel Struktur seitens des Auftraggebers und die Ideen sind sehr durchdacht“, lobt sie die Anstrengungen der Konzeptgruppe um Georg Veit.

In zwei Wochen wird „Das Tor“ erstmalig teil-eröffnet und ein Einblick in die Arbeit der Museumsgruppe gewährt, ein erstes Ergebnis präsentiert, obwohl das Projekt längst nicht vollendet ist. Aber gut Ding will Weile haben. Und nach derzeitigem Stand sieht es tatsächlich nach einem sehr guten Ding aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare