Fundgruben für Lette: Glasmuseum zeigt „Neuerwerbungen 2018“

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Der Observer von Milan Handl ist nur eines der vielen neuen Objekte im Glasmuseum Lette. 

Lette. Nicht nur das Jahr 2019 ist neu – auch im Glasmseum Lette gibt es Neues: Unter dem Titel „Neuerwerbungen 2018“ wird am Samstag, 12. Januar, ab 15 Uhr eine Ausstellung eröffnet.

Inspiration für die Neuerwerbungen fand die Ernsting Stiftung Alter Hof Herding dabei an vielen Stellen: Als wahre Fundgrube erwies sich die Ausstellung „Young Glass“ im Glasmuseum Ebeltoft. Präsentiert wurden Arbeiten von 57 Künstlern aus 18 Ländern. Unter der Fülle an Objekten ist auch Bjørn Friborgs Werk „BBC“, das im Rahmen der Ausstellung mit dem renommierten Finn Lynggaard Preis ausgezeichnet worden ist. Im berühmten „Glasriket“ (Glasreich) im Smalland in Südschweden beindruckte Mattias Stenberg, der ein echter Allrounder ist: mehrfach preisgekrönter Künstler, Designer und Architekt. Auch in Südfrankreich befindet sich die Glaskunst auf hohem Niveau. In Biot, das als traditionsreiches Zentrum für Glaskunst bekannt ist, sticht die Familie Pierini mit ihrem Glasstudio hervor. Robert Pierini und Alain und Marysa Begou zählen zu den Pionieren – von ihnen sind längst Werke in der Sammlung des Glasmuseums Lette vorhanden. Und auch die junge Generation verfügt über das schöpferische Talent: Antoine Pierini wendet sich in seiner Kunst an die Natur und an das mediterrane Kulturerbe, was seine Glas-Amphore „Vestiges Contemporain“ zeigt. Künstlerische Neuentdeckungen machte die Stiftung 2018 auch bei den eigenen Ausstellungen. „Japanisches Glas heute“ entwickelte sich zum Publikumsliebling, die besondere Ästhetik japanischer Kunst begeisterte Besucher und Organisatoren zugleich.

Die Ausstellung „Neuerwerbungen 2018“ läuft bis zum 5. Mai. Danach präsentiert das Museum einen Ausschnitt der aktuellen ungarischen Glasszene; im Sommer ist außerdem, anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Gerrit Rietveld Academie Amsterdam, eine Gemeinschaftsausstellung mit der niederländischen Kunstakademie geplant.

Zusätzlich wird im Glasdepot die chronologische Entstehung der Sammlung, die inzwischen aus weit über 2000 Glasobjekten besteht, gezeigt. Das Glasdepot befindet sich im benachbarten Höltingshof. Museum und Glasdepot sind mittwochs und samstags von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Führungen sind auf Anfrage auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Weitere Infos auf www.glasmuseum-lette.de.

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