Angrenzende Gebäude müssen evakuiert werden

Fliegerbombe wird Sonntag entschärft

Die Übersichtskarte zeigt den Evakuierungsbereich (rot gestrichelt) Evakuierungsbereich und den 200-Meter-Radius (blau).

Coesfeld. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem Fund auf der Baustelle des zukünftigen Jakobiparks in Coesfeld um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg.

Dies betonten Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg am Montag in Coesfeld. Die Entschärfung ist für den Nachmittag des kommenden Sonntags, 2. Februar, geplant.

Erst am Freitag können die Experten die Bombe allerdings näher untersuchen, da bis dahin noch Grundwasser abgepumpt werden muss. Bislang konnte nur das Leitwerk der Bombe untersucht werden, da der Sprengkörper einige Meter tief im Erdreich liegt.

Krankenhaus muss zum

Teil evakuiert werden

Es ist vorgesehen, dass bis 11 Uhr am Sonntag einige der benachbarten Gebäude geräumt werden: Sämtliche Bewohnerinnen und Bewohner des St.-Katharinen-Stiftes müssen das Altenheim für einige Stunden verlassen; das St.-Vincenz-Hospital muss zum Teil evakuiert werden. Angrenzende Wohnhäuser werden ebenfalls geräumt, sodass insgesamt rund 400 Personen betroffen sein werden. Innerhalb eines Umkreises von 200 Metern dürfen sich dann keine Menschen im Freien aufhalten (siehe Grafik). Die Stadt Coesfeld wird die Betroffenen per Rundschreiben und im persönlichen Kontakt informieren.

„Die Unterbringung in öffentlichen Gebäuden und der Transport dahin werden bereits geplant“, berichtet Krisenstabsleiter Dr. Ansgar Scheipers vom Kreis Coesfeld. Die Kreisverwaltung hat unter Telefon (02541) 181818 für allgemeine Auskünfte ein Bürgertelefon eingerichtet. Die Fundstelle in der Nähe der Jakobikirche wird derzeit von einem privaten Wachdienst gesichert.

Erst nach der eingehenden Untersuchung am Freitag steht abschließend fest, dass die Evakuierung wie geplant stattfinden kann, ob sie gegebenenfalls vorgezogen werden muss oder sogar ganz entfallen kann.

UPDATE:

Evakuierung wegen Entschärfung wird vorbereitet

(Pressemitteilung des Kreises Coesfeld vom 29.1.):

Die abschließende Untersuchung der vermutlichen Fliegerbombe in Coesfeld ist weiterhin für Freitagnachmittag (31. Januar) geplant. Für den Fall, dass es dann am kommenden Sonntag (2. Februar) zu einer Evakuierung im Bereich der Jakobi-Bebauung in Coesfeld kommen sollte, werden weitreichende Vorbereitungen getroffen. Seit dem heutigen Mittwoch (29. Januar) informieren Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Coesfeld die betroffenen Haushalte in den benachbarten Gebäuden, die geräumt werden müssen – per Handzettel und im persönlichen Kontakt.

Während der Entschärfung darf sich niemand in dem näheren Umfeld der Bombe aufhalten. Die Räumung muss deshalb am Sonntag bis spätestens 11 Uhr erfolgen. Mit den erforderlichen Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen wird durch das Ordnungsamt und die Polizei an diesem Tag ab 8 Uhr begonnen. Mit Einleitung dieser Maßnahmen ist es nicht mehr möglich, in den Evakuierungsbereich zu gelangen. Personen, die Angehörige oder Bekannte aus dem zu evakuierenden Bereich abholen wollen, können die Absperrungen jedoch passieren. Alle betroffenen Haushalte dort müssen daher bis spätestens 11 Uhr geräumt werden – für ab dann circa drei bis vier Stunden. Einsätzkräfte werden sicherstellen, dass dies auch umgesetzt wird. In diesem Bereich sollen keine Fahrzeuge im Freien geparkt werden. Am Sonntag werden auch keine Gottesdienste in der Jakobikirche stattfinden.

Wenn die Bombe entschärft ist und die Absperrmaßnahmen aufgehoben werden können, wird dies über Lautsprecherdurchsagen und die Medien, aber auch am Bürgertelefon des Kreises Coesfeld bekannt gegeben – unter Telefon (02541) 181818.

Für die Zeit der erforderlichen Sperr- und Evakuierungsmaßnahmen wird am Sonntag ab 8 Uhr eine Betreuungsstelle im Gymnasium Nepomucenum, Holtwicker Straße 8 in Coesfeld, eingerichtet. Dort können sich die Betroffenen aufhalten und werden verpflegt. Zum Transport der evakuierten Personen wird am Sonntag im Bereich der Letter Straße vor der Jakobikirche um 09:30 Uhr ein Bus bereitstehen. Wer gehbehindert oder bettlägerig ist, sollte dies bitte bis spätestens Samstag (1. Februar) um 21 Uhr dem Bürgertelefon beim Kreis Coesfeld unter der Telefonnummer (02541) 181818 mitteilen.

Auch bei allgemeinen Fragen zum Thema können Interessierte das Bürgertelefon beim Kreis Coesfeld anrufen.

Bilderstrecke zum Thema:

http://streiflichter.com/fliegerbombe-in-baugrube-gefunden.html

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare