Festhochamt zu Ehren von Priesterjubilar Dr. Aleksander Bejger am 20. Januar

Dr. Aleksander Bejger feiert sein diamantenes Priesterjubiläum.

Coesfeld. Sechzig Jahre Priester – nur wenige können auf solch eine lange Zeit im Dienst der Kirche zurückblicken. Dr. Aleksander Bejger, Ehrendomkapitular des Bistums Toruň, ist das ermöglicht worden. Durchaus ein Anlass, diese Jahre als Geschenk zu feiern. Am Sonntag, 20. Januar, ab 10 Uhr wird dieses besondere Ereignis mit einem Festhochamt in der St.-Lamberti-Kirche gefeiert. Die Gemeinde ist zur Messe und zum Empfang im Pfarrheim eingeladen.

Pfarrer em. Dr. Bejger hat in den sechzig Jahren seines priesterlichen Dienstes viele verschiedene pastorale und kulturelle Räume erlebt. Vor dem zweiten Vatikanischen Konzil geweiht, war sein junges priesterliches Wirken von vielen Umbrüchen innerhalb der Kirche geprägt. Die größte Änderung war, dass jetzt die liturgische Sprache nicht mehr Latein war, sondern das in seiner Arbeit in der Gemeinde in Lalkowach/Polen die polnische Sprache in der Messe gesprochen werden konnte.

Sein Interesse galt auch immer der Mission und der dazugehörigen Wissenschaft. So ging er fast fünf Jahre nach Sambia, um dort in der Pastoral zu arbeiten. Nach seiner Rückkehr kam er eher zufällig in die deutsche Kirche. Ein Besuch im Bistum Essen führte dazu, dass der damalige Bischof von Essen, Kardinal Hengsbach, ihm gesagt hat: „Wir brauchen hier Priester, kannst du hierbleiben?‘“ Bejger blieb und war Kaplan in Duisburg und Oberhausen, bevor er ins Münsterland wechselte.

Hier widmete er sich auch noch einmal der Wissenschaft, promovierte 1994 im Fach Missionswissenschaften und wurde zum Doktor der Theologie ernannt. Seit 1998 ist Dr. Bejger nun in Coesfeld, inzwischen ist er emeritierter Priester. 2009 wurde sein Wirken noch einmal besonders gewürdigt. Er wurde zum Ehrendomkapitular ernannt, ein Ehrentitel seiner Geburtsdiözese Torun.

Sein Leben und sein priesterlicher Dienst war durch viele Umbrüche und Schwierigkeiten geprägt, wie die Nazizeit in Polen, die kommunistische Prägung Polens durch Russland, die Umbrüche und Aufbrüche in der katholischen Kirche. Dabei hat ihm sein priesterlicher Dienst „immer viel Freude gemacht, ich habe viele Menschen erlebt und ihren Glauben.“

Private Wünsche hat der 84-jährige Priester nur noch wenige: „Ein paar Jährchen bei Gesundheit. Und ich möchte noch einer Einladung des Bischofs von Pelplin folgen, der alle goldenen und diamantenen Priesterjubilare eingeladen hat. Mit mir sind 53 andere Männer zum Priester geweiht worden. Ich würde gerne sehen, wer noch mit mir diese Gnade, 60 Jahre Priester zu sein, erhalten hat.“

Zum Thema : Ausgewählte Stationen des Lebens von Dr. Aleksander Bejger

1934 Geburt in Toruň/Polen

Studium im Priesterseminar Pelplin

1959 Priesterweihe am in Pelplin (Diözese Kulm)

1964 bis 1972 Kaplan und Pfarrer u.a. in Lalkowach/Polen

1972 bis 1977 Missionar in Sambia

1977 Priester in Duisburg und Oberhausen

1979 bis 1982 Studium der Missionswissenschaft und Religionswissenschaft in Münster

1982 bis 1995 Priester u.a. in Brauck/Gladbeck

1994 Promotion zum Dr. theol.

Seit 1998 Priester in Coesfeld

Seit 2009 Ehrendomkapitular im Domkapitel zu Torun

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