Ferienprogramm „StreetArt" im Jugendhaus „Stellwerk“ mit Graffitis, Parkour und Tanz

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Lenny (links) und Jonas üben sich zum ersten Mal unter den Augen von Experten in der Trendsportart „Parkour“.

Coesfeld. „Und eins und zwei und drei und vier“, tönte es gestern und in den vergangenen Tagen aus den Räumen des Jugendhaus Stellwerk. Nicht nur Tanzen zu Discomusik, sondern auch das Herumtoben auf der neuen Parkour-Anlage und das Sprühen von Graffitis auf eine Skaterrampe standen auf dem Programm.

Drei Tage lang hatten rund 40 Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 14 Jahren die Möglichkeit, in einem von drei Workshops „Streetart“ kennenzulernen.

Egal ob Streetdance, Parkour oder Graffiti – die Kinder und Jugendlichen, die am Ferienprogramm des Jugendhaus Stellwerk in Coesfeld teilgenommen haben, konnten sich auf verschiedenste Weisen austoben. Zum ersten Mal organisierte Andrea Wiesner von der Jugendförderung der Stadt Coesfeld das Ferienprogramm „Streetart“. „Ich wollte etwas machen, dass Kinder und Jugendliche anspricht“, erklärt die Organisatorin. Die erste Idee für die Workshops sei mit dem Parkour gekommen. „Das passt natürlich super mit unserer neuen Anlage“, schmunzelt die Coesfelderin.

Es konnten mit dem Vfl Ahaus, der Tanzschule Falk und 2lefthands Experten in den jeweiligen Bereichen gewonnen werden, die den Kindern die Straßen-Künste näherbringen sollten. „Für uns ist es wichtig den Kindern und Jugendlichen eine gleichwertige Stimme zu geben“, erklärt Wiesner. „Sie sollen selbst entscheiden können, was sie hier machen möchten.“

Der 11-jährige Jonas und der 9-jährige Lenny probierten sich bei der Eröffnung der Parkour-Anlange zum ersten Mal in der Trendsportart – da lag es auf der Hand, dass sie auch beim Freizeitangebot diesen Workshop auswählten. „Ich klettere gerne und häufig. Da wollte ich was neues ausprobieren, was etwas mit klettern zu tun hat und ich in meiner Freiziet machen kann“, freut sich Jonas über das Angebot. Auch Lenny klettere gerne auf Bäume. „Parkour ist nicht ganz ungefährlich“, weiß er. „Das wichtigste ist Vertrauen. Die Leiter des Workshops müssen den Teilnehmern vertrauen können, dass sie sich keinen Anweisungen widersetzen. Wir müssen aber auch zu uns selbst Vertrauen haben und abschätzen, ob man das Hindernis schaffen kann“, bemerkt Lenny.

Finanziert wurden die drei Tage voller Spiel und Spaß durch den Möbelladen der Pfarrgemeinden Coesfeld. „Wir freuen uns, dass wir durch das kostenlose Angebot nicht nur Jugendliche von Jugendhaus ansprechen konnten, sondern auch andere Kinder in ihren Schulen auf das Programm aufmerksam wurden“, freut sich Wiesner über die Wertschätzung ihrer Arbeit durch die hohe Teilhenmerzahl.

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