Fanklub „Borussen-Express“ feiert 25. Jubiläum

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Der zweite Vorsitzende Jörg Wink (links) und Beisitzer Thomas Dülker präsentieren die Urkunde zum 20-jährigen Jubiläum. Nun wird das Fünfundzwanzigste gefeiert.

Coesfeld. Der 23. Mai 1992 dürfte bei den meisten Fans des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach eher in schlechter Erinnerung sein. Das Team von Trainer Jürgen Gelsdorf steht im Finale des DFB-Pokals und hat die Chance, gegen den Zweitligisten Hannover 96 den ersten Titel seit 1979 zu gewinnen.

Diese Möglichkeit vergibt die „Fohlenelf“ allerdings und verliert nach einem 0:0 bitter im Elfmeterschießen. Für einen kleinen Teil der Borussen-Anhänger dürfte dieser schwarze Tag rückblickend allerdings durchaus auch positive Gefühle wecken, markiert er doch auch die gedankliche Geburtsstunde des Coesfelder Fanclubs „Borussen-Express“. Denn nach dem verlorenen Endspiel saßen acht Coesfelder Borussia-Fans auf dem Rückweg in einem Bulli und fassten einen Entschluss: „Jetzt erst recht!“

Ein Vierteljahrhundert nach dem verlorenen Finale von Berlin sind aus acht Personen über 100 geworden, der Bulli musste einem großen Reisebus weichen und die Organisation des Fanklubs ist 25 Jahre später ungleich komplizierter. Gerade wenn, wie in diesen Tagen, die Koordinierung eines großen Festes ansteht: „Bei uns steht eine Jubiläumsfeier an“, sagt Jörg Wink, zweiter Vorsitzender vom „Borussen-Express“. Das offizielle Gründungsdatum des Fanclubs ist der 1. Juli 1992, die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen finden am 8. Juli statt.

Die Verantwortlichen des Fanklubs haben also auch in der „Sommerpause“ ordentlich zu tun. „Natürlich ist auch das viel Arbeit, aber da die Bundesliga vorbei ist, fällt das ‚Tagesgeschäft’ weg“, so Wink. Der 52-Jährige ist seit sieben Jahren Teil des „Borussen-Express“. „Damals habe ich unseren ersten Vorsitzenden, Jörg Huesmann bei einem Sonntagsspaziergang in voller Gladbach-Montur getroffen. Als Fan kommt man dann natürlich ins Gespräch und er hat mich eingeladen, mal mit dem Fanklub zu einem Heimspiel zu fahren“, erinnert sich der Bankkaufmann. Seither ist er Teil des Fanklubs – und mittlerweile als zweiter Vorsitzender eine der gestaltenden Personen beim „Borussen-Express“.

Der 25 Jahre „Borussen-Express“ bei einer Stadionführung im Borussia-Park.

So einer ist auch Thomas Dülker. Der Billerbecker ist bereits seit 2004 im Fanklub und fungiert heute als Beisitzer. Gemeinsam mit seinen Kollegen plant er die große Jubiläumsfeier. Zu diesem Anlass habe man auch darüber nachgedacht, bekannte Persönlichkeiten der Borussia einzuladen. „Dadurch, dass unser Fest genau in die Sommerpause fällt, sind Spieler oder Verantwortliche natürlich nur schwer zu realisieren“, so der 44-Jährige. Man habe auch bei der Weisweiler-Elf, einer Traditionsmannschaft bestehend aus ehemaligen Gladbach-Spielern, angefragt. „Die waren aber erstens auf Monate ausgebucht und zweitens ziemlich teuer. Damit sich das refinanziert, muss man ein großes, öffentliches Fest auf die Beine stellen, das das Geld wieder reinbringt. Wir wollten dieses finanzielle Risiko aber nicht eingehen. Deswegen gibt es eine normale Party unter guten Freunden“, sagt Wink.

Zu dieser sind aber nicht nur Mitglieder des eigenen Fanklubs eingeladen, sondern auch befreundete Fanklubs aus der Umgebung und Unterstützer. Das besondere Etwas kommt dann mit ein wenig Verspätung, wenn der „Borussen-Express“ beim letzten Gladbach-Heimspiel der Saison auf dem Rasen geehrt wird. 

Nach einer langen Saison mit über 25 Spielen, die man als Fanklub besucht hat, steht jetzt also die Organisation einer großen Jubiläumsfeier an. Danach geht dann die „Saisonvorbereitung“ los – viel Stress für ein Hobby. „Es ist durchaus schon vorgekommen, dass meine Frau nachgefragt hat, ob ich ‚schon wieder’ was für den Fanklub mache und natürlich ist das viel Aufwand. Aber es ist unsere Leidenschaft und man genießt es, mit Gleichgesinnten eine tolle Zeit zu haben“, so Wink. Außerdem stelle sich nach jahrelanger Erfahrung auch eine gewisse Routine ein. „Die Organisation klappt sehr gut. Wir fahren zu jedem Heimspiel und ordern entsprechend Karten. Das funktioniert mittlerweile so gut, dass wir in der gesamten Saison auf lediglich drei Karten sitzen geblieben sind“, sagt Dülker.

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