Premiere des Abendmusicals „Elixier“ ist am 24. Mai

Von ewiger Jugend und ewigem Regen

Benedikt Gerdemann (von links), Thomas Renners, Sebastian Böhm, Anne Marin und Ulrich Walters verkörpern das Team des Chemielabors in Bitterfeld im Jahr 1978. [aK]Foto: Lesting[eK]

Coesfeld. Ausgestattet mit Regenkleidung trotzen sie dem Wetter.

Die Darsteller des Abendmusicals „Elixier“ der Freilichtbühne Coesfeld wissen, wie wichtig die Proben auf der Originalbühne für eine erfolgreiche Premiere sind, und halten durch. Im strömenden Regen wird zu Klaviermusik Ballett getanzt, die DDR-Disco der 70er-Jahre wieder zum Leben erweckt und einem scheinbar erreichbaren Wunsch nachgeträumt – der ewigen Jugend.

„Die ersten Bühnenproben sind immer aufregend, weil man einen Überblick über das Stück bekommt“, weiß Lisa Schmohl zu berichten. Die Coesfelderin spielte schon in vielen Stücken der Freilichtbühne und ist auch dieses Jahr wieder mit dabei. Bei „Elixier“ ist sie Teil der Ballettgruppe und spielt eine tratschende Hausfrau - sie ist also in zwei völlig verschiedenen Rollen auf der Bühne zu sehen. Und genau darin liegt für Schmohl der Reiz des Theaterspielens: „Jedes Jahr spielt man etwas anderes und das ist immer eine Herausforderung, aber es macht einfach Spaß in andere Rollen zu schlüpfen und aus sich herauszukommen.“

Im Stück geht es um den Chemiestudenten David, der in der DDR lebt und an einem Elixier forscht, das ewig jung halten soll. Gemeinsam mit seiner Freundin, der Tänzerin Betty, nimmt er es ein, um die Wirksamkeit zu testen. Betty und David verlieren sich aus den Augen und David muss feststellen, dass er ganz normal altert. Doch 20 Jahre nach dem Selbstversuch taucht Betty wieder auf und ist scheinbar immer noch 19 Jahre alt. Deshalb soll das Elixier nun international vermarktet werden.

Einen der Studenten im Labor, in dem David das Elixier entwickelt, spielt Sebastian Böhm. Für ihn ist es besonders spannend bei „Elixier“ mitzuspielen. „Ich kenne das Stück aus meinem ersten Jahr an der Freilichtbühne. Es hat mich damals sehr begeistert und ich habe es mir oft angesehen“, erzählt der Coesfelder, der 2000 zum ersten Mal im Familienmusical mitspielte. Für ihn bietet seine Rolle in diesem Jahr eine völlig neue Erfahrung: „Ich muss mit einem Berliner Dialekt sprechen und man fällt dabei leicht wieder ins Hochdeutsche zurück. Man muss sich wirklich konzentrieren!“

Neben dem Spaß am Theater und den vielen Erfahrungen, die man in den Proben sammeln kann, ist für die Mitglieder der Freilichtbühne das Vereinsleben sehr wichtig. Die Darsteller verbringen ihre Pausen zwischen den Proben miteinander und treffen dabei auch auf die Ehrenamtlichen, die in den anderen Bereichen der Bühnenarbeit wie zum Beispiel Technik, Kostüm oder Bühnenbau zum Gelingen des Stückes beitragen. „Viel Spaß macht mir das Zusammenspiel der verschiedenen Generationen“, sagt Böhm und ist der Meinung, dass jeder etwas vom Anderen lernen könne. Bis zur Premiere des Abendmusicals „Elixier“ bleiben für die Beteiligten noch zwei Wochen, in denen dem Stück der letzte Schliff gegeben werden kann.

Karten für das Abendmusical „Elixier“ und das Familienmusical „Das Dschungelbuch“ sowie weitere Infos zur Freilichtbühne gibt es unter Telefon (02541) 3355 und auf www.freilichtbuehne-coesfeld.de.

SL-Ausgabe vom 14.5.2014

Von Simon Lesting

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