Eva-Maria Michels und Lisa Heisterkamp sorgen für Indien-Flair und Kunst

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Mithilfe von Götterfiguren, Saris und orientalischen Wandteppichen verzaubern Eva-Maria Michels (links) und Norbert Wellner die Werkstatt von „Haarkonzept“ in ein „kleines Indien“, während Lisa Heisterkamp ihre Bilder im Friseursalon ausstellt.

Coesfeld. Hinterhof, Werkstatt, Friseursalon, Obergeschoss mit alter Klempnerwerkstatt und sogar eine Bunkeranlage – Norbert Wellner ist ganz begeistert von der Atmosphäre, die das Haus in der Großen Viehstraße 20 ausstrahlt. „Dieses alte Gemäuer, das hat schon was besonderes“, sagt er. „Das Haus bietet viele Möglichkeiten“, stimmt Eva-Maria Michels zu. Sie führt hier seit zehn Jahren ihren naturkosmetischen Friseursalon „HaarKonzept“. Noch sieht alles ganz gewöhnlich aus. Doch bis zur Kulturnacht werden die Räumlichkeiten in ein „Klein-Indien“ verwandelt.

Tücher, Saris, kleine Götterfiguren, orientalische Musik, Wandteppiche, indischer Tee und kleine Snacks. „Ein indischer Hauch“, sagt Wellner, ehemaliger Schauwerbegestalter. Gemeinsam mit Eva-Maria Michels gestaltet er Innenhof, Werkstatt und Co. Wieso Indien? „Ich betreue ein Schulprojekt in Indien und war bis in der vergangenen Woche noch dort. Ende Oktober fliege ich wieder hin“, sagt Michels, für die Indien inzwischen ein zweites Zuhause geworden ist.

Bei der Kulturnacht wird sie Tücher, Götterfiguren und vieles mehr aus Indien verkaufen. Der Erlös kommt ihrem Projekt, der Swami Balendu e.V. Primary School, zugute. „Ich weiß, dass jeder Euro an der richtigen Stelle ankommt“, versichert sie. 

Während es im Hinterhof und in der Werkstatt am Samstag indisch zugeht, verwandelt sich der Friseursalon in ein Atelier. Dort stellt Künstlerin Lisa Heisterkamp unter dem Motto „Kunst trifft Haar“ ihre Bilder aus. „Geboren ist die Idee vor drei Jahren, direkt nach der letzten Kulturnacht, als ich hier im Salon saß“, erinnert sich Heisterkamp. Ihre Bilder zeigen vor allem Menschen. „Das ist mein zentrales Motiv, ob als Portrait, Aktzeichnung oder in den verschiedensten Techniken“, sagt Heisterkamp, die als Kunsttherapeutin und Heilpädagogin arbeitet und auch Malkurse für Kinder gibt. Viele ihrer Bilder sind im Kunstkurs von Karola Wortmann an der Volkshochschule entstanden, andere in ihrer Freizeit Zuhause. „Ich finde es schön, mal direkt in Coesfeld auszustellen.“

Auch wenn die beiden Aktionen, Kunst und Indien, zunächst für sich standen, so wachsen sie doch zusammen. „Ein Hauch von Indien und ein Hauch von Kunst“, fasst Wellner zusammen. Ob sie letztendlich alle Räume samt Bunker und Obergeschoss nutzen werden, wissen sie noch nicht. Eva-Maria Michels’ Empfehlung: „Einfach herkommen, verweilen und sich verzaubern lassen.“

Besucher können nicht nur durch den Eingang in der Großen Viehstraße kommen, sondern auch durch das Hintertor an der Weberstraße 19 gegenüber der Stadtbücherei. „Wie ein Rundlauf kann man dann einmal durch unsere kleinen Ausstellungen gehen“, so Michels. Der Salon liegt zwar etwas abseits der Hauptstrecke der Kulturnacht, aber: „Wir sind unser eigener attraktiver Eventpoint und auf jeden Fall sehenswert.“

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