Wolfgang Krämer spendet 250 kg Eis an ein Ferienprogramm in Köln

Eiskonditor mit Herz

Wie Eis gemacht wird zeigt Wolfgang Krämer vom Eiscafé Venezia aus Lette regelmäßig Kindergartengruppen. Im Mai schauten Jungen und Mädchen vom St.-Ludgeri Kindergarten aus Coesfeld dem Eiskonditor bei seiner Arbeit über die Schulter und ließen sich das Ergebnis schmecken.

Lette. Jeden Kunden im Letteraner Eiscafé Venezia begrüßt er mit einem breiten Lächeln, Gruppen von Kindern erklärt er, wie Eis hergestellt wird und zudem spendet er auch schon mal große Mengen der süßen Kaltspeise: Wolfgang Krämer ist Eiskonditor aus Leidenschaft.

Der 57-Jährige macht und verkauft Eis, seit sieben Jahren ist er selbständig in Lette ansässig. Das Schönste für ihn: „Dabei Gutes tun“, sagt der Wahl-Letteraner. Deshalb lädt er regelmäßig Kindergartenkinder zu sich in die Eisdiele ein, um gemeinsam mit ihnen Eis zu produzieren. „Natürlich wird nachher auch probiert“, so Wolfgang Krämer. Zuletzt ließ sich eine Gruppe aus dem Coesfelder St.-Ludgeri-Kindergarten in die Kunst der Eiszubereitung einführen.

Mit Kindergartenkindern

wird Eis zubereitet

„Da war ein Junge dabei, der hat sich alles ganz genau gemerkt und dann seinem Opa alles erzählt“, berichtet der Eiskonditor. „Und dann kam der Opa zusammen mit seinem Enkel zu uns und wollte einmal selbst unser Eis essen.“

Naschkatzen nehmen sogar richtig weite Wege auf sich, um das Eis vom Eiscafé Venezia zu genießen: „Wir bekamen mal Besuch von einem Mann aus Frankfurt, dem unser Eis hier in Lette einfach so gut schmeckt“, erzählt der Eiskonditor. Begleitet wurde die Eis-Reise von einem Kamera-Team, der Bericht wurde im WDR gesendet. Das war allerdings nicht das erste Mal, dass Wolfgang Krämer und das Eiscafé Venezia im Fernsehen zu sehen waren: „Einmal wurde unter anderem bei uns ein Beitrag über einen verregneten Sommer und die Auswirkungen auf das Eisgeschäft gedreht.“

Bald taucht Wolfgang Krämer erneut in einem Fernsehbeitrag auf, wenn er am 29. Juli zusammen mit seinem Kollegen Armin Rauer im Eiswagen nach Köln fährt und 250 Kilogramm Eis an die Teilnehmer der Ferienfreizeit vom „HöVi-Land“ spendet.

Das „HöVi-Land“ ist ein Ferienprogramm der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Köln Höhenberg/Vingst. Jedes Jahr nehmen in den ersten drei Sommerferienwochen über 500 Kinder aus den beiden Stadtteilen daran teil. Rund 300 ehrenamtliche Kräfte agieren als Betreuer. Und eben über dieses Projekt hat Wolfgang Krämer im Winter einen TV-Bericht gesehen: „Da kam auch der Pastor Franz Meurer vor. Der hat mich an meinen Opa erinnert, ein richtiges Kölscher Urgestein“, denkt Wolfgang Krämer an den Moment zurück, als er den Pastor eines Kölner Problemviertels zum ersten Mal sah.

Dann macht er eine kurze Pause, bevor er fortfährt: „Er hat in dem TV-Beitrag erzählt, dass sich viele Kinder eine Teilnahme an der Ferienfreizeit nur dank vieler Spenden leisten könnten und dass Privatleute und Firmen das Projekt auch mit Sachspenden unterstützen würden – mit Suppen, Grillfleisch und anderem. Und da habe ich gedacht: ‚Was ist denn mit Nachtisch?‘ Und dann hab ich den Pastor angerufen und gesagt, dass ich gerne Eis spenden möchte.“

Am 29. Juli live im

WDR-Fernsehen zu sehen

Das Angebot von Wolfgang Krämer nahmen die Organisatoren vom „HöVi-Land“ dankbar an. Da die Eisverteilung im Rahmen einer Spenden-Aktion für das „HöVi-Land“ vom WDR stattfindet, wird an dem Tag ein Fernseh-Team vor Ort sein und alles filmen. „Erst wird ab 16 Uhr ein Vorbericht gebracht und von 16.20 bis 17 Uhr wird dann live von der Veranstaltung berichtet. Und auch mein Kollege und ich sollen dann bei der Eisverteilung gezeigt und interviewt werden“, verrät Wolfgang Krämer.

Er und Armin Rauer sind jedoch nicht die einzigen Vertreter aus dem Coesfeld, die am 29. Juli den Kindern in Köln eine Überraschung mitbringen. Auch Jürgen Ahlmer von Funboat Touristik reist an und schenkt 50 Jungen und Mädchen eine Bootstour.

Auch Jürgen Ahlmer

in Köln mit dabei

„Ich hoffe, dass wir an dem Tag viele lachende Gesichter zu sehen bekommen. Die Freude der Kinder über ein Eis gibt einem so viel. Es ist einfach schön, wenn Kinder sich freuen und einem zurufen: ‚Onkel, Onkel, kann ich noch ein paar Streusel haben‘. Das ist richtig was für’s Herz“, strahlt Wolfgang Krämer voller Vorfreude. Auch sein Begleiter, Armin Rauher, fiebert dem Tag schon entgegen: „Ich freue mich riesig, denn was gibt es Schöneres als glänzende Kinderaugen? Ich denke, dass die Kinder dort Eis schon kennen, sich aber viele von ihnen nicht oft ein Eis leisten können und deshalb ein Eis für sie etwas ganz Besonderes ist.“

Weil Wolfgang Krämer und der Rest vom Eiscafé-Vernezia-Team ein großes Herz für Kinder haben, wollen die Eisverkäufer auch zukünftig mit dem Eiswagen auf Reisen gehen, Eis verkaufen und viele Augen zum Glänzen bringen. Zudem bietet Krämer weiterhin an, Einblicke in die Eisproduktion zu geben. Wer Interesse daran hat, kann sich bei ihm unter Telefon (0173) 5231818 melden.

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