Das "konzert theater coesfeld" startet in die umfangreichste Spielzeit seit Eröffnung

Mit einem Theaterfest in die neue Spielzeit

Coesfeld. Es ist die umfangreichste Spielzeit seit der Eröffnung im April 2007 – und das feiert das konzert theater coesfeld mit einem großen Theaterfest am 7.

September auf dem Theaterplatz. Denn kurz darauf heißt es ganze 84 Mal „Spot an“ für Veranstaltungen aus den Sparten Konzert, Musiktheater, Schauspiel, Entertainment, Tanz/Ballett und Junge Bühne. „Ganz besonders freue ich mich darüber, dass so viele überragende Ensembles und Künstler zugesagt haben – sei es das Staatsorchester des Nationaltheaters Prag mit dem Cellisten Gautier Capucon, Hannelore Elsner oder der Tenor Christoph Prégardien“, so Dr. Ulrike Hoppe-Oehl, Geschäftsführerin der Ernsting Stiftung Alter Hof Herding und Programmdirektorin des Theaters, auf der Pressekonferenz zur Vorstellung der Spielzeit 14/15. „Das zeigt mir, dass das konzert theater coesfeld als professionelle Spielstätte in den Köpfen der Agenturen und Künstlern angekommen ist“. Aber nicht nur bekannte Namen und internationale Größen sind zu Gast: Mehr als in den Jahren zuvor kann sich das Publikum auf zahlreiche Laien- und Nachwuchskünstler aus der Region freuen. „Die Ernsting Stiftung legt besonderen Wert auf ihren Förderauftrag und kooperiert gerne mit Schulen, Vereinen und Laien-Ensembles. Es ist schön zu sehen, dass das Engagement beidseitig ist, denn wir haben in der letzten Zeit auch verstärktes Interesse und Engagement von Seiten der Laienkünstler bemerkt“. So sind neben der Musicalwerkstatt Münster mit dem Musical „Mirjam“, der Lambertischule Coesfeld mit dem Musical „Just so“ oder dem Tanztheater „TanDü“ Dülmen auch Darsteller des Anna-Katharinenstift Karthaus zu Gast, die mit „Die Sage der Karthaus“ erstmalig ein inklusives Musical-Projekt im konzert theater coesfeld vorstellen.

Eine weitere Premiere feiert das konzert theater coesfeld, wenn es am 22. März 2015 von der Konzerthalle in die St. Lamberti Kirche Coesfeld „umzieht“. „Ein Orgelkonzert ist im Theater leider schwer umsetzbar, daher haben wir die Einladung der Gemeinde dankend angenommen und sind nun gespannt, wie das Publikum den neuen Aufführungsort annehmen wird“, so Hoppe-Oehl. In der Kirche werden die Bochumer Symphoniker gemeinsam mit dem Konzertchor des Städtischen Musikvereins Coesfeld und Solisten Andrew Lloyd Webbers „Requiem“ präsentieren.

Auf den Vorverkaufsstart am Dienstag, den 17. Juni ist nicht nur Hoppe-Oehl gespannt. Auch Hans-Dieter Ernst, Geschäftsführer der Betreiberfirma des Theaters, blickt dem Vorverkauf mit Spannung, vor allem aber auch Optimismus entgegen: „Wir sind technisch bestens auf den erfahrungsgemäß starken Vorverkaufsstart vorbereitet und sind zuversichtlich, dass wir die aktuell sehr gute Auslastung von rund 85 Prozent auch in der nächsten Spielzeit halten können“. Vor allem das vereinfachte Abonnement-System wurde von den Besuchern in der noch laufenden Saison dankend angenommen: 60 Prozent des Ticketkontingents wurden über das Wahlabo, das jeder Besucher selbst zusammenstellen kann, verkauft. Damit die hohen Erwartungen der Besucher auch weiterhin erfüllt und bestenfalls übertroffen werden können, sorgte Ernst für einige Neuerungen – sowohl kleine als auch größere: „Besonders stolz sind wir auf den neuen Flügel der Firma Bechstein, der unsere Sparte Konzert sehr bereichern wird“.

Nach seiner Rede kündigte Hans-Dieter Ernst seinen offiziellen Abschied an: Zum Ende des Jahres wird er in den Ruhestand gehen und sein Amt des Geschäftsführers der Betreiberfirma Ernsting’s real estate als auch des Geschäftsführers von Ernsting’s family niederlegen. Sein Nachfolger Horst Beeck übernimmt dann neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer Finanzen von Ernsting’s family auch die Funktion des Geschäftsführers der Ernsting’s real estate. Hans-Dieter Ernst wird als Mitglied des Vorstands der Ernsting Stiftung Alter Hof Herding aber weiterhin dem Theater verbunden bleiben.

Der Vorverkauf für die Saison 14/15 startet am Dienstag, 17. Juni um 8 Uhr. Dann ist die Hotline unter der kostenfreien Telefonnummer  0800 - 539 6000 freigeschaltet. Tickets sind außerdem erhältlich an der Theaterkasse im WBK, Osterwicker Str. 29 in Coesfeld, im Internet unter www.konzerttheatercoesfeld.de und an allen Vorverkaufsstellen von CTS Eventim. Die Spielzeithefte liegen ab dem 3. Juni im Theater und an vielen Vorverkaufsstellen aus. Bereits ab dem 28. Mai ist das neue Programm auf www.konzerttheatercoesfeld.de online. Karten gibt's unter anderem bei den Streiflichtern! Ab dem Verkaufsstart am Dienstag, 17. Juni.

KURZINFOS ZU DEN SPARTEN

Die Eröffnung der Spielzeit feiert das konzert theater coesfeld mit einem großen Theaterfest für Jung und Alt. Von 14 bis 18 Uhr werden auf dem Theaterplatz zahlreiche Künstler für Stimmung sorgen: Mit dabei sind der Schweizer Chefkoch Appenzeller mit seiner komödiantischen „Kochkunst Speziale“, der Pantomime Peter Mim, der Charlie Chaplin wieder aufleben lässt sowie Tobi van Deisner, der es mit seiner Ballonshow bis ins Halbfinale von „Das Supertalent“ schaffte. Für die Kids zaubern Luftballonkünstler bunte Figuren zum Mitnehmen und für das leibliche Wohl der Gäste sorgt das Restaurant Casino.

Die Sparte Konzert verzeichnet einen großen Zugewinn: Zu dem Steinway-Flügel gesellt sich nun ein neuer Bechstein-Flügel.

In der Sparte Kammerkonzert wird der „YouTube-Star“ Valentina Lisitsa am „weichen“ Bechstein-Flügel Werke von Bach, Schumann und Brahms spielen, der israelische Pianist Boris Giltburg dagegen wird am „härteren“ Steinway-Flügel den Werken Beethovens einen ganzen Abend widmen. Zum anderen werden beide Flügel gemeinsam zum Einsatz kommen und ihre volle Klangfarbe entfalten – wie bei dem Abend des Klavierduos Stenzl, das sowohl zu zweit an einem Klavier wie auch an zwei Klavieren spielen wird. Neben dem Klavier werden auch die Streicher und Bläser zum Zuge kommen: sowohl in der Variante des Barockorchesters mit Oboe (La Folia mit Ramón Ortega Quero) als auch in der Form eines Streichquintetts, bei dem sich fünf namhafte Streicher wie Baiba Skride und Alban Gerhardt für diesen Abend zusammenfinden.

In der Sparte Orchesterkonzert finden sich alle Facetten des Orchesters wieder: vom kleinen Kammerorchester wie L’arte del mondo, das mit der Sopranistin Ruth Ziesak ein Weihnachts-programm in der Tradition der Mönche von Assisi präsentiert, über das Staatsorchester Rheinische Philharmonie aus Koblenz bis zu den Stuttgarter Philharmonikern, die zum Neujahrskonzert Werke der Familie Strauss zum Besten geben. Zwei liebgewonnene Traditionen werden ebenfalls fortgeführt: das Familienkonzert und die Coesfelder Orchestertage. Beim ersteren dürfen sich die kleinen und großen Zuschauer auf Prokofjews „Peter und der Wolf“ freuen, beim letzteren wird erstmalig ein ehemaliger Weltmeister im Solostepptanz für Bewegung sorgen.

Abwechslungs- und facettenreich zeigen sich auch die Themen der Sparte Wort und Musik. Ob Schriftsteller, Malerin, Komponist, ob musikalisches Werk oder das beliebte Thema Essen: kein Abend gleicht hier dem anderen. Hannelore Elsner liest Truman Capote, Suzanne von Borsody verkörpert Frida Kahlo, Nina Hoger liest fiese Geschichten rund ums Essen, Ulrich Noethen rezitiert Briefe von Wagner und Liszt, und der lyrische Tenor Christoph Prégardien präsentiert Schuberts Winterreise. Für diese Einspielung wurde Prégardien gemeinsam mit dem Pianisten Michael Gees für den 56. Grammy Award in der Kategorie Best Classical Vocal Solo nominiert.

Mit ihrer Stimme experimentieren die Künstler in der gleichnamigen Sparte auf vielfältige Weise, vor allem aber in Form des sehr beliebten A-Cappella-Gesangs. Mit dabei sind A-Cappella-Gruppen wie „Vocaldente“, „LaLeLu“ sowie der weibliche Counterpart „medlz“. Eine sehr seltene Kombi aus A-Cappella und Zauberei präsentieren „AbraCappella“, und der Jazzchor Freiburg singt sowohl rein vokal als auch mit großer Band. Außerdem ist zu Gast die Familie Malente, die ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum zusammen mit Karl Lagerfeld, Nana Mouskouri und vielen anderen Prominenten auf der Coesfelder Bühne parodiert und zelebriert. Klassik in ihrer schönsten Form und ein stimmliches Highlight präsentieren das Kölner Kammerorchester und das Vokalensemble Kölner Dom gemeinsam mit namhaften Solisten mit Haydns Meisterwerk „Die Schöpfung“.

Zahlreiche Musikbands von Nah und Fern stehen in der Saison 14/15 auf Coesfelds großer Bühne. Aus Irland kommen vier junge Folk-Bands für das „Irish Folk Festival 2014“ zusammen, die Band „Scrap Arts Music“ reist aus Kanada an, um auf selbstgebauten Instrumenten eine virtuose Percussion-Show abzuliefern, und das schwedisch-kubanisch-deutsche „Tingvall Trio“ präsentiert ein Jazz-Konzert mit einem unverwechselbaren Sound, für den das Trio 2012 gleich zweimal mit dem Echo Klassik ausgezeichnet wurde. Aus der Coesfelder Umgebung wiederum kommen aktive und ehemalige Mitglieder der Bands „Intenso“ und „Claps“ der Musikschulen Coesfeld und Dülmen für das Jubiläumskonzert „Best of Bandclinic“ im konzert theater coesfeld zusammen.

International wird es auch in der Sparte Tanz / Ballett: Zum ersten Mal begrüßt das konzert theater coesfeld die spanische Flamenco-Koryphäe María Pagés, die auch als „Tänzerin mit den endlosen Armen“ bezeichnet wird. Die Sevillanerin gilt als Erneuerin des modernen Flamenco und tritt in Coesfeld mit ihrer 1990 gegründeten Compania María Pagés auf. Eine Premiere feiert auch das Land Israel auf der Coesfelder Bühne – denn eine israelische Tanzkompagnie ist mit der Kibbutz Contemporary Dance Company erstmalig zu Gast. Die jungen Tänzer präsentieren das Meisterwerk „If at all“ ihres künstlerischen Leiters Rami Be’er. Aus der Region und dem Coesfelder Publikum wohlbekannt ist das Tanztheater „TanDü“ Dülmen – es zeigt das von Antje Leushacke-Berning choreographierte Werk „Kaleidoskop“. Aus dem südlichen Teil Deutschlands kommen Nachwuchstalente des „Bayerischen Staatsballett II Junior Company“ auf die Bühne, 2010 wurde sie als erste und einzige Junior Company in Deutschland gegründet. Die Choreographien für die 16 klassisch ausgebildeten Tänzerinnen und Tänzer zwischen 17 und 22 Jahren bewegen sich zwischen klassischem Ballett und modernem Tanz.

Das Musiktheater bietet in der der Spielzeit 14/15 allein fünf Inszenierungen aus den Genres Oper und Operette und sieben  Abende aus dem Bereich des Musicals. Nach den zuletzt eher „schweren Brocken“ wie „Tristan und Isolde“, „Salome“ oder „Der Troubadour“ stehen diesmal vor allem musikalische Komödien im Vordergrund. Darunter Giuseppe Verdis letzte Oper „Falstaff“ um den gleichnamigen wohlbeleibten Ritter, der die Bürgerwelt von Windsor durcheinander wirbelt. Erstmals wird auf der Bühne des konzert theater coesfeld ein Werk von Albert Lortzing zu sehen sein: die  Spieloper „Zar und Zimmermann". Eine Wiederentdeckung, die im vergangenen Jahr in Berlin für Furore sorgte, ist Paul Abrahams Revueoperette "Ball im Savoy" mit einem wunderbar frivolen Bäumchen-Wechsel-Dich in dem berühmten Grandhotel. Und auch Ralph Benatzky konnte mehr, als nur "Im Weißen Rössl" zu komponieren: von ihm wird die bezaubernde Operette "Meine Schwester und ich" zu sehen sein. Wer eher auf gegenwärtige Schlüpfrigkeiten aus ist, sollte sich das Musical "Heiße Ecke" ansehen, eine Hommage  an den Hamburger Stadtteil St. Pauli und die Reeperbahn, inszeniert von Corny Littmann, dem Leiter von Schmidt's Tivoli und frühen Präsidenten des FC St. Pauli. Weitere Titel wie "Mirjam", "Musical in Concert" oder "Just so" runden das Programm ab.

Die Sparte Schauspiel wartet mit drei Komödien auf: Mit treffsicheren Pointen serviert der neue Hit aus Paris „Der Vorname“ eine Gesellschaftskomödie in bester französischer Tradition, während „Mein Freund Harvey“ auch 70 Jahre nach seiner Uraufführung nichts von seinem Charme und Witz eingebüßt hat. Heinrich von Kleists göttliches Verwirrspiel „Amphitryon“ gilt als die schönste deutsche Komödie und wird vom Bochumer Schauspielhaus virtuos auf die Bühne gebracht.   

Zwei weitere Schauspiele greifen wahre Schicksale auf: „Der Elefantenmensch“ vom Schauspiel Dortmund stellt einen jungen Mann in den Mittelpunkt, der aufgrund seines Äußeren ein Leben lang zur Schau gestelltes Objekt bleibt. Ebenso beeindruckend ist die Inszenierung „Der Ghetto Swinger“ von den Hamburger Kammerspielen, die mit einer raffinierten Verknüpfung von Szene und Live-Musik aus dem Leben des Jazzmusikers Coco Schumann erzählt.

Einen weiteren, ganz eigenen Akzent schließlich verleiht der Schauspieler Rufus Beck dem Programm mit seiner One-Man-Show „Von der Erde zum Mond“ nach dem Roman von Jules Verne.

Weiterhin einer der Zuschauerlieblinge ist die Sparte Entertainment. Hier werden auch in der kommenden Saison Kabarett-„Urgesteine“ und Coesfelder Wiederholungstäter wie Jürgen Becker, Hagen Rether, Matthias Brodowy, die Musik-Comedians Ass-Dur und das GlasBlasSing Quintett ihr humoristisches und teilweise hochmusikalisches Können unter Beweis stellen. Auch Simone Solga darf wieder in den kabarettistischen Ring steigen, denn als Kanzlerinsouffleuse ist sie auch in dieser Wahlperiode „Im Auftrag Ihrer Kanzlerin“ unterwegs. Während Tina Teubner in „Männer brauchen Grenzen“ dem männlichen Geschlecht auf den Zahn fühlt, begibt sich Chin Meyer in den Finanzdschungel – mit der tatkräftigen Unterstützung seines beliebten Alter Egos und Steuerfahnders Siegmund von Treiber. Jennifer und Michael Ehnert stellen sich als Ehepaar vor und hinter den Kulissen den Gemeinheiten und Beleidigungen einer nahenden Scheidung in „Ehnert vs. Ehnert – Küss langsam“, und die Künstlerin Anne Klinge legt sich dem Publikum zu Füßen: Die deutsche Erfinderin des Fußtheaters verwandelt ihre Füße mit Mänteln, Nasen und Perücken zu eigenständigen Persönlichkeiten und erzählt mit ihnen unterhaltsame und amüsante Geschichten.

Leider muss die Veranstaltung „Barhocker“ des Chanson- und Kabaretttrios „Malediva“ abgesagt werden: Da der Sänger Tetta Müller erkrankt ist, hat sich das Trio dazu entschlossen, „Malediva“ aufzulösen. Alle Auftritte, auch der am 28.4.15 in Coesfeld, wurden daher abgesagt.

Mit der wilden Piratengeschichte „Die Schatzinsel“ vom Comedia Theater Köln startet das Kindertheater  in die neue Saison. Nicht eine fleckige Schatzkarte (wie die des Jim Hawkins…), sondern ein üppiges, farbenfrohes Heft kündigt die Schätze an, die es 2014 / 2015 für Kinder zu entdecken gibt. Das jüngste Publikum darf sich über die Clownerie „Karo und Ringel“ (ab 4) schlapp lachen oder sich vom Jäger die ungeheuerliche Geschichte vom „Rotkäppchen“ (ab 5) auftischen lassen. Für Schulkinder ab 6 Jahren ist die angebotene Vielfalt der Genres und Geschichten riesig. Wer nicht alle Veranstaltungen besuchen kann, hat die Qual der Wahl:  „Das doppelte Lottchen“ als Schauspiel mit Live-Musik oder „Peter und der Wolf“ im Familienkonzert? Mozarts „Zauberflöte“ oder das Familienmusical „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“? Spannend wird es auch dann, wenn einmal nicht Profis, sondern Kinder und Jugendliche die Bühne erobern: So zeigen die Kinder der Maria-Frieden-Schule und der Lambertischule das Weihnachtsstück „Trubel im Hause Kunterbunt“ und das Gymnasium der Mariannhiller Missionare Maria Veen greift mit dem Musical „Just so“ Gute-Nacht-Geschichten von Rudyard Kipling auf.

Informationen zu allen Veranstaltungen, Preisen und Belegungen stehen im neuen Spielzeitheft ab dem 3. Juni oder im Internet unter www.konzerttheatercoesfeld.de. Kostenfreie Ticket-Hotline: 0800-539 6000

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