20 Kinder beim Osterferienprojekt „Hinter dem Spiegel“

Eine Welt der Fantasie

Die Teilnehmer und Betreuer des Ferienfilmprojekts „Hinter dem Spiegel“ präsentieren den geheimnisvollen Zauberspiegel. [aK]Foto: Franziska Veit[eK]

Coesfeld. Aufgeregte Kinderstimmen erfüllen die Räume im Coesfelder „Stellwerk“, professionelle Videokameras, Stative, Laptop und weiteres Zubehör verwandeln das Jugendhaus in ein Filmstudio. Mittendrin: ein geheimnisvoll verzierter Zauberspiegel. Er ist der Schlüssel zu einer (Trickfilm-)Welt voller Gefahren, Abenteuern und Fantasie. 

Mit neuem Motiv ist gestern das Ferienprojekt im „Stellwerk“ unter der Leitung von Gabi Kaudewitz (Stadt Coesfeld) und Rudolf Gier-Seibert (Medienpädagoge und Filmemacher aus Münster) gestartet.

Die 20 Kinder entwickeln in Gruppen einen Film mit dem Titel „Hinter dem Spiegel“. Das bedeutet viel Arbeit: Drehbuch schreiben, filmen, vertonen und Fotos für den Trickfilm schießen.

Das Projekt soll das Selbstbewusstsein der Kinder vor der Kamera stärken. „In der Welt hinter dem Spiegel kann man alles machen, was man in echt nicht machen kann“, verkündet Rudolf Gier-Seibert den Kindern. Und die haben schon eine Menge Ideen, wie das aussehen könnte: „Man könnte den Spiegel im Wald entdecken, hineinfallen und dann im Weltall mit ganz vielen Außerirdischen landen“, schlägt der 9-jährige Inti vor. „Oder auf dem Dachboden über den Spiegel stolpern und in einer Welt landen, in der alles rückwärts läuft – die Zeit, die Menschen und die Sonne“, überlegt Carolin (9). Gegen Dinosaurier kämpfen, fliegen, ein Piratenschiff steuern – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Bevor das Drehbuch geschrieben werden kann, lernen die Kinder die Kunst des Trickfilms mithilfe eines aus Pappe gebastelten Schneckenrennens kennen. Viele Kinder sind schon zum zweiten oder dritten Mal dabei. Und bringen sich aktiv mit ein: filmend hinter der Kamera, schauspielerisch vor der Kamera oder beim Nachbearbeiten der Szenen am Computer. Damit der Film Anfang Juni Familie und Freunden präsentiert werden kann.

Nicht nur die Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache, sondern auch die Projektleiter und die beiden Betreuerinnen Eva Ralenkötter und Lisa Nemec. „Kreativität bringt voran – das Medium Film und Theater erzielt dabei sehr positive Effekte“, versichert Gabi Kaudewitz.

SL-Ausgabe vom 23.04.2014

Von Franziska Veit​

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