Familie Bayer aus Lette nimmt schon seit vielen Jahren an der Sternsingeraktion in Lette teil

Eine lange Familientradition

Annalena (16), Clemens (48), Frederike (5), Caroline (17), Pia (13), Fabian (21) und Gerti Bayer (48) aus Lette – Johannes (20) fehlt auf dem Bild – blicken auf eine lange Familientradition zurück. Mit Ausnahme der Jüngsten haben die anderen fünf der insgesamt sechs Geschwister alle schon über viele Jahre an der Sternsingeraktion der Pfarrgemeinde St. Johannes teilgenommen, so wie in den 1970er Jahren schon ihr Vater.

Lette. „Als drei Könige stehen wir hier und sind doch ganz ohne Habe.

Tatsächlich kommen als Bettler wir und bitten um eine Gabe.“ Diesen Spruch können alle Familienmitglieder der Familie Bayer aus Lette auswendig. Warum? Bereits in der zweiten Generation nehmen sie an der Sternsingeraktion in Lette teil. Was Vater Clemens bereits in den 70er Jahren angefangen hat, führen seine Kinder bis heute fort. Familie Bayer, das sind Mutter Gerti und Vater Clemens (beide 48 Jahre) mit ihren sechs Kindern Fabian (21), Johannes (20), Caroline (17), Annalena (16), Pia (13) und Friederike (5). Und mit Ausnahme der Mutter, die in ihrer Jugend als Mädchen noch nicht mitmachen durfte, und der Jüngsten im Familienbunde blicken sie alle schon auf viele Jahre als aktive Sternsinger im ganzen Dorf zurück.

In diesem Jahr nahmen drei junge Damen der Familie an der Aktion der Pfarrgemeinde teil, Caroline und Annalena als Mitorganisatoren, Pia als aktive Sternsingerin. Dass die jüngeren Geschwister selbst in ihren Gewändern von den Letteranern längst erkannt werden, ist kein Wunder. „Die Leute haben mich schon häufiger erkannt, weil meine Geschwister in den Jahren zuvor bei ihnen waren“, lacht Pia.

„Ich denke, bei uns war es eine Art Vorbildfunktion, die Älteren haben es vorgemacht und die Jüngeren wollten dann auch gerne dabei sein“, verrät Gerti Bayer. „Ja, das stimmt“, fügt Annalena hinzu. „Ich habe mich gefreut, als ich endlich – genau wie meine älteren Geschwister – als Sternsinger mitlaufen durfte.“

Auch Annalena ist mittlerweile schon seit sechs Jahren dabei. Am vergangenen Montag bei der diesjährigen Sternsingeraktion, schlüpfte sie erstmals nicht in eines der Gewänder der Heiligen Drei Könige Caspar, Melchior oder Balthasar, sondern war als Gruppenleiterin für die Vorbereitung und Durchführung der Aktion mitverantwortlich.

Caroline ist seit 2011 Gruppenleiterin und demnach mit den Vorbereitungen schon vertraut. Ihr ist vor allem wichtig, etwas Gutes zu tun. „Früher als Kind habe ich mich am meisten über die Süßigkeiten gefreut“, gibt sie zu. „Heute sehe ich die Sternsingeraktion als wichtige Aufgabe für mich als Gruppenleiterin und freue mich, dass wir mit der Aktion ärmeren Kindern helfen können.“

Was für Pia, Annalena und Caroline heute selbstverständlich ist, war für ihre Mutter Gerti damals undenkbar. „Ich hätte früher auch gern an der Sternsingeraktion teilgenommen und wäre vor allem gerne Messdiener geworden. Als Mädchen durften wir das damals aber nicht“, erklärt sie. Ihr Mann Clemens war Messdiener, sechs Jahre lang übernahm er mindestens einmal in der Woche den Dienst in der Kirche. „Damals hat Pastor Volkmar mit uns noch die Gruppenstunde gemacht“, erinnert sich das Familienoberhaupt. „Dort wurden die Dienste aufgeteilt. Einmal im Jahr gab es zum Dank für unseren Einsatz einen Ausflug in einen Freizeitpark.“

Mittlerweile besteht die Messdienergemeinschaft St. Johannes Lette aus 40 Gruppenleitern und 135 Kindern. Aber nicht nur das hat sich geändert. „Wir sind bei der Sternsingeraktion damals mit dem Fahrrad oder mit dem Moped gefahren“, erzählt Clemens Bayer. „Jeder hat sich um den Bezirk gekümmert, in dem er wohnt. Meine Nachbarn und ich mussten also alle Häuser auf dem Letter Berg abklappern. Damit waren wir den ganzen Tag beschäftigt.“

Friederike, das jüngste Mitglied der Familie, freut sich schon auf die nächsten Jahre: 2018 wird es auch für sie endlich so weit sein. Dann wird auch Frederike teilnehmen dürfen. 

http://streiflichter.com/eine-apfelschorle-fuer-den-segen.html

SL-Ausgabe vom 8.1.2014

Von Ramona Tendahl​

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