50 Gäste feierten am Freitag mit Jubiläumskönigin Annelie Fabry

„Eine besonders gelungene Sache“

Über 50 Gäste (Schützenköniginnen der vergangenen fünf Jahrzehnte sowie Freunde und Bekannte von Annelie Fabry) feierten am Freitagabend mit der Jubiläumskönigin von 1961 (vorne, Mitte) im Hause Hoffmeister.

Coesfeld. Das war ein Abend, wie ihn selbst das Haus Hoffmeister selten erlebt hat.

Für gewöhnlich ist es der Hausherr Heiner Hoffmeister, der dort alljährlich zum Auftakt des Schützenfestes der Bürger- und Junggesellenvereins in das Gebäude in der Coesfelder Innenstadt einlädt. Am vergangenen Freitag war es jedoch seine Schwester Annelie Fabry, die dort einen Empfang veranstaltete. Und das aus gutem Grund: Sie feierte in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum als Königin.

1961 hatte Horst Dieninghoff den Vogel abgeschossen. Und die damals 21-Jährige zur Königin erkoren. Bis heute ist ihr das Fest unvergessen – und weil in dem halben Jahrhundert, das seitdem verstrichen ist, viele andere Coesfelder Frauen ähnliches erlebt haben, waren zu dem Empfang anlässlich des Thronjubiläums im Hause Hoffmeister alle Königinnen zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. Außerdem dabei: Bekannte und Verwandte von Annelie Fabry. Über 50 Gäste waren es insgesamt.

Dass sich unter die – abgesehen von Gastgeber Heiner Hoffmeister – reine Damenrunde drei Herren aus dem Vorstand des Vereins gemischt hatten, war kein Zufall. Vorsitzender Stefan Gillessen erinnerte noch einmal kurz an das Schützenfest 1961, bevor er ein glitzerndes Schmuckstück aus der Tasche zog und damit Tränen der Rührung bei der Jubilarin hervorrief: In der Hand hielt er den vor kurzem eingeführten Königinnenorden.

Da Annelie Fabrys König Horst Dieninghoff bereits verstorben ist, sprang dessen Sohn Heiko ein und überreichte ihr den Orden, mit dem für gewöhnlich die Könige persönlich ihre „Gemahlinnen“ ehren.

Das Schützenfest indes wurde am Ende zum doppelt erinnerungswürdigen Ereignis für Annelie Fabry: Am Ende war es ihr Sohn Thomas, der den hartnäckigsten Vogel der Vereinsgeschichte in die Knie zwang. Genau wie sein Bruder Henrik sowie Josef Timmer hatte er versucht, das Jubiläumsjahr für seine Mutter noch „runder“ zu machen – nur ihm war es gelungen. „Ich hätte es allen dreien gegönnt“, so Annelie Fabry im Rückblick. „So war es aber eine besonders gelungene Sache.“

Freuen dürfen sich auch die von der Jubilarin unterstützten Projekte in Indien. Denn anstelle von Präsenten hatte sie sich Spenden gewünscht. Und die kamen am Freitagabend reichlich zusammen.

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