Bildhauer Bernward Erlenkötter widmet sich auf Kulturnacht dem Thema „Traum“

Einblicke in die Welt des Traums

Um nicht die Spannung zu nehmen: Nur ein Ausschnitt des Werkes „Traumbaum“.

Coesfeld. Mensch, menschliche Entwicklung und Veränderung – das sind Themen, die den Coesfelder Bernward Erlenkötter für seine Arbeiten inspirieren.

Der Bildhauer gibt auf der Kulturnacht einen Einblick in seine Projekte. „Wenn man sich fragt, was Menschen zu Entwicklung und Verwandlung bringt, dann sind das oft Träume.“ Daher hat sich Erlenkötter dazu entschieden, Werke zu dem Thema „Traum“ für die Ausstellung auszuwählen.

„Auch wenn sie auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben – alle haben die Wurzel im Gebiet des Traums“, so Erlenkötter. Arbeiten aus Holz, Tonbrand und Bronze erwarten die Betrachter am Samstag im Hageböck-Gebäude in der Süringstraße. Ein Stück aus Linde und Mosaikresten zum Beispiel, ein „Traumsegel“, zu dem ein Bekannter des Bildhauers sogar ein Gedicht geschrieben hat. Oder das bisher größte Tonbrandobjekt des Künstlers: ein „Traumgefäß“. „Die Form legt nahe, dass etwas in dem Gefäß verborgen sein kann“, verrät der Coesfelder, der Kurse privat und in der Volkshochschule anbietet – für „kreative Abenteurer“.

Seine Arbeiten sind nicht nur unter das Thema „Traum“ gestellt. Auch das Oberthema der Kulturnacht („Licht und Schatten“) spielt bei Erlenkötters Werken eine Rolle. „Licht und Schatten sind das Wesen der Skulptur“, sagt der gebürtige Rheda-Wiedenbrücker, der auf einen großen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann. „Denn nicht nur der Lichtschalter bewirkt Licht und Schatten.“

Genau dieses zweiteilige Konzept passt auch in die Reihe der sonstigen freien Arbeiten des Bildhauers. „Ich versuche mich bei meinen freien Arbeiten immer mit Beziehungen zu beschäftigen. Sei es ‚Tag und Nacht’ oder ‚Mann und Frau’. Durch diese Teilung versuche ich ein Spannungsfeld aufzubauen.“ Einen Wunsch für die Kulturnachtteilnehmer hat der Coesfelder: „Die Betrachter sollten sich die Zeit gönnen, über Gesagtes, Geschriebenes und über Bilder nachzudenken!“

Streiflichter-Ausgabe vom 18.09.2013

Von Anna Tiffe

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