DRK-Geschäftsstelle Coesfeld ist jetzt Teilstandort einer Rettungsschule

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Sarah Gerlach (Fünfte v.l.) und Marvin Blüme (rechts) sind zwei von 19 jungen Leuten, die am Montag ihre Ausbildung als Notfallsanitäter begonnen haben. Begleitet werden sie während ihrer Ausbildung von (von links) Nicole Schulze-Frieling (Kursleitung), Mirco Füßmann (Kursleitung) und Monika van der Beek (Leiterin des DRK-Institutes für Bildung und Kommunikation in Münster). Mit auf dem Bild sind Michael Hofmann (Rettungsdienstleiter, DRK-Kreisverband Coesfeld) und Dirk Diesel (Vorstand DRK-Landesverband Westfalen-Lippe).

Kreis Coesfeld. Wochen, Monate hat sich der Kreisvorstand des DRK Coesfeld auf diesen Tag gefreut. Am Montag starteten 19 Schüler ihre Ausbildung als Notfallsanitäter. Nicht irgendwo, sondern in den neuen Räumlichkeiten der DRK-Geschäftsstelle des DRK-Kreisverbandes Coesfeld in der Bahnhofstraße 128. Dort befindet sich jetzt der erste Teilstandort einer Rettungsschule des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe. Bis dato mussten Menschen, die sich als Notfallsanitäter ausbilden lassen wollten nach Münster fahren.

„Hier herrschen optimale Lernbedingungen“, betont Gerd Diesel, Vorstand des DRK-Landesverbandes Westfalen-Lippe, in einer kleinen Feierstunde zum Ausbildungsauftakt. Im Einsatz sei es entscheidend, wie gut jemand ausgebildet sei. „Ihr Start ist auch mein Start“, so Monika van der Beek, die seit Anfang Juli 2019 das DRK-Institut für Bildung und Kommunikation in Münster leitet. Die zuständige Ausbildende gab den Notfallsanitätern in spe den Rat: „Wachsen sie gut zusammen, um gemeinsam die Voraussetzungen für ihre Ausbildung zu schaffen.“ 

Ganz unbekannt sind sich die Auszubildenden nicht. „Einige kenne ich“, so Sarah Gerlach nach dem ersten Rundblick. Olfenerin hat direkt nach dem Abitur eine Qualifikation zur Rettungssanitäterin gemacht und als solche gearbeitet. „Ich möchte jetzt mein Wissen vertiefen“, betont Sarah Gerlach. Mit ihren 19 Jahren gehört sie zu den jüngsten, die eine Ausbildung zum Notfallsanitäter machen. 

„Viele prüfen sich im Ehrenamt beim DRK, um Vorerfahrungen zu machen“, informiert Gerd Diesel. So müsse sich jeder bewusst machen, dass die Belastungen in dem Beruf sehr hoch seien. „Im Rettungsdienst zu arbeiten, das kann nicht jeder machen, man muss dafür geboren sein“, findet Marvin Blüme. Der 22-jährige Beckumer hat nach dem Fachabitur und einem damit verbundenen Jahrespraktikum im Rettungsdienst, als Begleitung eines Notarztes, für sich entschieden, dass dies sein beruflicher Weg für ihn ist. „Für mich ist es nicht nur ein Beruf, sondern Berufung“, so Blüme. Die Ausbildung als Notfallsanitäter ist die höchste nicht ärztliche Qualifikation im Rettungsdienst. „Die Arbeitsplatzgarantie ist schon jetzt sicher“, betont Christoph Schlütermann, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Coesfeld. Insgesamt drei Jahrgänge sollen am neuen Teilstandort beschult werden. Wer Notfallsanitäter werden möchte, sollte sich laut Schlütermann bereits jetzt beim DRK-Kreisverband bewerben. Im Frühjahr 2020 werden die Auszubildenden ausgewählt.

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