Seit gestern neuer Notstromgenerator im St.-Vincenz-Hospital Coesfeld

Mit doppelter Leistung für den Notfall gewappnet

Unter anderem Christian Ruthemeyer (von links) von der Firma Schwallbach aus Unna sowie Daniel Hüwe und Herbert Thier von der Haustechnik des St.-Vincenz-Hospitals kümmerten sich um die Installation des neuen Notstromgenerators.

Coesfeld. Es ist kalt an diesem Dienstagmorgen. Beim Ausatmen steigt nebliger Hauch aus den Mündern von Thomas Stallmeyer, Daniel Hüwe und Herbert Thier.

Wartend wandert der Blick der drei Mitarbeiter des St.-Vincenz-Hospitals immer wieder auf ihre Uhren. Es ist 8.15 Uhr. Schließlich fährt ein blauer Kranwagen um die Ecke. Nun kann die Arbeit beginnen, der neue Notstromgenerator des Coesfelder Krankenhauses kann vom Tieflader gehoben werden.

„Mercedes unter

den Generatoren“

„Der neue Dieselmotor ist so etwas wie der Mercedes unter den Generatoren“, berichtet Thomas Stallmeyer, Bereichsleiter Betriebstechnik, Medizin- und Kommunikationstechnik ein wenig stolz. „Das ist erste Wahl, eine sehr hohe Qualität. Er wurde von der Deutschen Firma MTU hergestellt. MTU zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Großdieselmotoren und kompletten Antriebssystemen.“ Nicht nur durch eine viel geringere Größe, sondern vor allem durch viel mehr Leistung als der alte Notstromgenerator zeichnet sich der neue V-Motor mit acht Zylindern aus. „Unser alter Generator hatte eine maximale Leistung von 500 Kilowatt, der neue schafft ein Megawatt“, so Daniel Hüwe, der als Elektromeister für die Haustechnik der Klink arbeitet. „Sollte der Strom im Krankenhaus ausfallen, dauert es keine acht Sekunden, bis der Motor die Versorgung des Krankenhauses übernimmt.“

9.05 Uhr. Mittlerweile sind die Gurte um den 6,1 Tonnen schweren, blauen Generator fest verzurrt, die Mitarbeiter der ausführenden Firma Schwallbach aus Unna stehen in Position, um den Kranführer zu Unterstützen. „Ein wenig nach links! Gut! Und runter!“, ruft Christian Ruthemeyer dem Kranfahrer zu. Der Fachmann steht auf dem Dach des kleinen Gebäudes an der Beguinenstraße, über das der Generator gehoben werden muss. Nach einigen Augenblicken ist es dann geschafft, der Generator kann auf vier Rollen abgesetzt werden. „Den schieben wir gleich an seinen neuen Bestimmungsort und dann geht es ans Anschließen“, erklärt Christian Ruthemeyer nachdem er vom Dach gestiegen ist. „Vorher müssen aber noch die neue Lüftung und zwei Schalldämpfer aufs Dach“, fügt er hinzu und macht sich gleich wieder an die Arbeit.

Seit vor knapp zwei Wochen der 1983 installierte Generator, entfernt wurde, übernimmt ein Ersatzgenerator, der in einem blauen Container vor dem Krankenhaus steht, die Aufgabe, im Notfall „anzuspringen“. In Betrieb genommen wird der neue Notstromdiesel am Freitag, 11. Februar. „Die gesamte Maßnahme hat knapp 250 000 Euro gekostet“, informiert Thomas Stallmeyer weiter. „Der Verbrauch des Generators liegt bei 197 Litern pro Stunde bei Vollleistung.“

Versorgung der Patienten

immer gewährleistet

Der Generator geht dann in Betrieb, wenn der Strom im Krankenhaus ausfällt. Dabei wird allerdings nur „das halbe Krankenhaus“ mit Energie versorgt. „In einem solchen Fall werden nicht alle Steckdosen mit Strom versorgt, sondern nur Spezielle, in jedem Zimmer. Diese sind mit einem grünen Punkt gekennzeichnet“, so Elektrikermeister Daniel Hüwe. „Die medizinischen Geräte haben außerdem eine eigene Stromversorgung, die im Notfall einsetzt. Die Versorgung der Patienten ist also in jedem Augenblick gewährleisten. Der neue Generator war außerdem notwendig, weil in der heutigen Zeit immer mehr elektrische Geräte im Krankenhaus zum Einsatz kommen. Durch mehr Leistung gewinnen wir mehr Sicherheit.“

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