„Mit Herzblut dabei sein“

Dörte Buchholz hört als Trainerin der Die-La-Hei-Tanzsportgarden auf

Vom Bund westfälischer Karneval e.V. bekam Dörte Buchholz einen Orden und Ehrenurkunde verliehen.

Coesfeld. „Es war ein Sprung ins kalte Wasser“, schmunzelt Dörte Buchholz über ihren Beginn als Trainerin bei den Tanzsportgarden der Die-La-Hei. Damals war sie 21 Jahre alt, ihre Laufbahn bei den Tanzsportgarden startete jedoch deutlich früher. Mit nur sechs Jahren fing sie dort zu tanzen an. Eine Begeisterung, die sich hielt. Nach 35 Jahren sagt die Coesfelderin nun jedoch: „Jetzt ist für mich der richtige Zeitpunkt gekommen, um aufzuhören.“ Offiziell verabschiedet wurde sie bereits beim Die-La-Hei Büttabend.

Hundertprozentig wendet sie sich jedoch nicht vom Tanzsport ab, denn momentan trainiert sie die „Minis“ noch weiter – im Hintergrund. „Unterstützt werde ich dabei von anderen jüngeren Trainerinnen, ich helfe mit meiner Erfahrung allerdings noch aus“, erläutert Dörte Buchholz. Denn sie half dabei, die Minis weiter aufzubauen. Waren es im vergangenen Jahr noch vier Tänzer, ist die Gruppe nun auf 21 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren gewachsen. Auch Dörte Buchholz’ Tochter ist mit von der Partie. „Sie muss sich erst einmal daran gewöhnen, mich nicht in der Rolle als Mutter, sondern als Trainerin zu erleben“, lacht die 42-Jährige. Einen ersten Auftritt hatten die Minis nun beim Kinderkarneval.

Bei Themenfindung kreativ werden

Doch nicht nur bei den Kleinsten war Dörte Buchholz über die Jahre hinweg im Einsatz, als Trainerin kümmerte sie sich im Laufe der Zeit um jede Gruppe. Zusammen mit Britta Kock-Rawert trainierte sie zuletzt die Ü15-Gruppe. 2013 kamen die Junioren unter ihrer Leitung bei den Deutschen Meisterschaften unter die ersten zehn. „Das war schon ein echtes Highlight“, erinnert sich die Coesfelderin zurück. Dabei kam die Choreografie durch einen Zufall zusammen. „Ich wollte ursprünglich einen Farbentanz machen. Das Motto des Büttabends war aber ,Ski-La-Hei’. So entwickelte ich kurzerhand den Tanz ,Pingulympics’’“, so die Trainerin. Die Turniere waren für Dörte Buchholz eines der spannendsten Aspekte des Tanzsports. „Ich bin kein großer Karnevalsfan“, gesteht die Coesfelderin schmunzelnd.

„Manche von uns freuen sich mehr auf die Karnevalsauftritte, andere auf die Wettbewerbe.“ Das Vorgehen der Tanzgarden erfolgt immer in einem jährlichen Rhythmus. Nach den Deutschen Meisterschaften im Frühjahr kann der März dazu genutzt werden, in die unterschiedlichen Tanzgarden reinzuschnuppern. „Man kann auch noch mit 16 Jahren einsteigen. Das Alter ist nicht entscheidend und auch Jungen können gerne mitmachen“, motiviert Dörte Buchholz.


Trainerinnen oft aus den eigenen Reihen

Anschließend wird in einer Planungsgruppe nach einem passenden Thema gesucht. Die Trends sind von Jahr zu Jahr verschieden. „Momentan sind eher düstere Tänze gefragt“, weiß die 42-Jährige. Erst dann kann mit der eigentlichen Choreografie begonnen werden. Die Ü-15-Tänzerinnen zeigten in der aktuell noch laufenden Saison beispielsweise zum Thema „Ich glaub’ ich Spinne“ ihr Können. Auch aktuell relevante Themen wie „Wir tauchen ab“ zur Verschmutzung der Meere oder eine Choreografie zum Thema Waldbrand stellten die Die-La-Hei-Tanzsportgarden schon auf die Beine. Dabei kommt es auf das Gesamtpaket an. Nicht nur die Bewegungen, sondern auch die Musik und die Optik müssen stimmen. Damit die Gruppen mit ihrem Kostüm und Make-up ebenfalls überzeugen können, sind zahlreiche Helfer mit an Bord. Organisatorische Details, die auf den ersten Blick vielleicht nicht ins Auge fallen, sind zusätzlich entscheidend – und fielen in den Aufgabenbereich von Dörte Buchholz. Egal ob Turniermeldungen oder Elterngespräche, die Trainerin übernahm gerne verschiedene Aufgaben: „Organisieren liegt mir einfach.“ Den Zeitaufwand nahm sie dafür stets gerne in Kauf. „Für mich war die Tätigkeit bei der Die-La-Hei stets ein Ausgleich zur Arbeit“, erklärt die Bürokauffrau. Viele Trainer der Gruppen unterstützten sie im Laufe der Jahre dabei. Eins haben die meisten gemeinsam: Häufig stammen sie aus den Gruppen der Die-La-Hei, sind erst Tänzerinnen und bilden sich später bei Schulungen in Nottuln zu Trainerinnen fort. So wird nun auch die Ü-15 Gruppe mit Trainerinnen aus den eigenen Reihen fortgeführt. Und noch etwas verbindet alle: die Motivation und Begeisterung für den Sport. Ganz entscheidend, findet Dörte Buchholz: „Man muss mit Herzblut dabei sein, sonst funktioniert es nicht.“

Schnupperwochen

Vom 16. März bis zum 4. April (außer 21. März) veranstalten die Die-La-Hei-Tanzgarden Schnupperwochen. Egal ob bei den Minis, der Jugend, den Junioren oder der Ü-!5 – in dem Zeitraum können alle Tanzinteressierten in die unterschiedlichen Gruppen reinschnuppern. Weitere Infos zu den Uhrzeiten und Tagen online auf www.die-la-hei-tanzsportgarden. de

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