Diskussionsgrundlage: DGB stellt Positionspapier zur Wohnungspolitik vor

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Stellten das Positionspapier des DGB-Kreisverbands Coesfeld zur Wohnungspolitik im Kreis Coesfeld vor: Heinz Dickhoff, Vorsitzender Ortwin Bickhove-Swiderski, Walter Böcker, Norbert Dreßen und Volker Nicolai-Koß, Gewerkschaftssekretär DGB-Region Münsterland (von links).

Kreis Coesfeld. Künftig wird es auch im Kreis Coesfeld immer mehr Menschen immer schwerer fallen, die steigenden Mieten zu zahlen. Darauf weist der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), der nach eigenen Angaben mit rund 20000 Mitgliedern im Kreis Coesfeld der größte sozialpolitische Verband vor Ort ist, hin. Mit einem Positionspapier unter der Überschrift „Bezahlbaren und altersgerechten Wohnraum sicherstellen!“ möchte der DGB-Kreisverband nun eine öffentliche Diskussion anstoßen. Gestern stellte er es den Medien vor.

„Stark steigende Mieten erleben wir auch im Kreis Coesfeld. Gleichzeitig sinkt das durchschnittliche Rentenniveau und steigt der Bevölkerungsanteil der Rentner erheblich und damit die Zahl derjenigen, die preisgünstigen, seniorengerechten Wohnraum benötigen. Hier gilt es zu handeln“, so Ortwin Bickhove-Swiderski, Vorsitzender des DGB-Kreisverbands Coesfeld.

Zum einen müsse mehr seniorengerechter, bezahlbarer Wohnraum gebaut werden. „Könnten beispielsweise die Stadtwerke Coesfeld und Dülmen zusätzlich im Wohnungsbau tätig werden?“, lautet hier eine Anfrage an die Politik, die sich auf Kreisebene mit der Entwicklung des Wohnungsmarkts befassen möge, „am besten bei der nächsten Kreistagssitzung“, so Bickhove-Swiderski.

Geboten sei die Einrichtung eines Runden Tisches zur Diskussion der Thematik mit Betroffenen, den Gewerkschaften, Parteien, Sozialverbänden, Vereinen, Kirchen, Initiativen und Akteuren der Wohnungswirtschaft. Außerdem gelte es, kommunale Wohnungsbörsen zu installieren – „am besten neutral bei der Kreisverwaltung“, in der junge Familien mit viel Platzbedarf mit älteren Personen, die in inzwischen zu groß gewordenen Wohnungen leben, tauschen können. Ebenfalls würde ein kommunales Umzugsmanagement helfen. „Auch die Bürgermeister im Kreis Coesfeld sollten sich bei ihren Treffen mit der Thematik befassen“, so Bickhove-Swiderski.

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