Großes Weihnachtskonzert an diesem Sonntag in der Abtei-Kirche Gerleve

„Diese drei Chöre sind meine zweite Familie“

Die drei Chöre beim gemeinsamen Proben am Mittwochabend im Ludgerus-Stift in Billerbeck. Helmut Kathmann (vorne rechts), Leiter aller drei Chöre, erklärt: „Die Probe war super gelaufen.“ [aK]Foto: Kübber[eK]

Coesfeld. Crescendo Chor Coesfeld e. V., MGV Sängerbund 1888 Dülmen e. V. und Frauenchor Musica aus Billerbeck präsentieren am Sonntag, 29. Dezember, in der Abtei-Kirche Gerleve ein großes Weihnachtskonzert, das um 15 Uhr bei freiem Eintritt beginnt. Alle drei Chöre leitet Helmut Kathmann. Mit ihm sprach Streiflichter-Mitarbeiter Reinhold Kübber.

Streiflichter: Seit wann treten Ihre drei Chöre gemeinsam in Gerleve auf?

Helmut Kathmann: Zum ersten Mal sind wir in den 90er Jahren aufgetreten, danach in unregelmäßigen Abständen immer am Sonntag zwischen Weihnachten und Neujahr.

Streiflichter: Was dürfen die Besucher am Sonntag erwarten?

Helmut Kathmann: Auf die Zuschauer wartet ein abwechslungsreiches Programm mit alten und neuen weihnachtlichen Liedern. In unsere Konzerte beziehen wir die Zuschauer durch Mitsinglieder mit ein. Mit dem Kloster sind wir über die Musik freundschaftlich verbunden. Wir genießen gerne die schöne, feierliche Atmosphäre in Gerleve. Der Abt Laurentius wird uns an der Orgel begleiten.

Streiflichter: Charakterisieren Sie bitte kurz die drei Chöre!

Helmut Kathmann: Der MGV Sängerbund Dülmen besteht seit Dezember 1888. Er hat zurzeit rund 40 aktive Sänger, und ich leite ihn seit 35 Jahren. Vom alten deutschen Liedgut über Opern- und Operettenmelodien bis zu aktuellen Schlagern und internationalen Hits reicht die Angebotspalette. Ein Unterchor vom MGV Sängerbund ist der „Kleine Chor“ mit 15 Mitgliedern, die auch im Basischor sind. Weitere Infos findet man im Internet unter www.mgv1888.de.

Der Frauenchor Musica Billerbeck hat 37 Sängerinnen. Im Januar 1996 habe ich die musikalische Leitung von Stephan Rüter gesundheitsbedingt übernommen. Im Programm haben wir neben Volks- und Kirchenmusik auch Musical-Hits und moderne Schlager. Näheres im Internet unter www.frauenchor-musica.de. Im Crescendo Chor singen 42 Frauen und acht Männer. Ich habe ihn 1994 gegründet, nachdem ein Teil der Mitglieder des Coesfelder Kinder- und Jugendchores ins Erwachsenenalter kam. Die musikalische Bandbreite reicht von Musical-Songs über Gospel, Pop-Songs bis hin zu deutschsprachigen Liedern und Madrigalen aus der Zeit des Mittelalters. Näheres zum Chor gibt es im Internet unter www.crescendo-chor-coesfeld.de.

Streiflichter: Gab es in der jüngeren Vergangenheit besondere Auftritte und wie verkraften Sie Ihr großes Engagement?

Helmut Kathmann: Der Männerchor veranstaltete zu seinem 125-jährigen Bestehen ein Jubiläumskonzert im November. Mehrere Auftritte hatte der Crescendo Chor, unter anderem in der Partnerstadt De Bilt und bei der Kulturnacht in Coesfeld. Der Frauenchor gestaltet häufig die Geburtstagsfeiern und sonntäglichen Messen im Ludgerus-Stift in Billerbeck. Vor zwei Jahren gab es ein großes Konzert mit den drei Chören und dem Partnerorchester aus Charleville Mézières im Konzert Theater Coesfeld. Die Chöre sind meine zweite Familie, und ich schöpfe aus ihnen auch sehr viel Kraft. Das ist auch ein Lebenselixier.

Streiflichter: Auf welche Höhepunkte können sich Musikinteressierte 2014 freuen?

Helmut Kathmann: 2014 gibt es eine Reihe von Höhepunkten, unter anderem feiert der Crescendo Chor sein 20-jähriges und der Frauenchor Musica sein 30-jähriges Bestehen. Der Männerchor fährt im Oktober zu Dülmens Partnergemeinde Charleville Mézières, um die 50-jährige Freundschaft zu pflegen.

Zur Person:

Helmut Kathmann leitet seit 35 Jahren den MGV Sängerbund Dülmen, den Crescendo Chor Coesfeld, den er vor knapp 20 Jahren gründete, und den Frauenchor Musica Billerbeck, den er vor 17 Jahren von seinem väterlichen Freund Schulrektor Stephan Rüther übernommen hatte. Der Vater von zwei erwachsenen Kindern ist 61 Jahre alt und unterrichtet seit über 30 Jahren an der Anne-Frank-Schule in Coesfeld.

SL-Ausgabe vom 27.12.2013

Von Reinhold Kübber

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