Karl Hullerums alte Fotos zieren nun den Familienkalender Lette

40 000 Dias im Keller

Karl Hullerum ist begeisterter Hobbyfotograf, hat sich kürzlich eine Canon-Digitalkamera zugelegt.

Lette. Seit vielen Jahren ist er begeisterter Hobbyfotograf.

Davon zeugen die rund 40 000 Dias, die Karl Hullerum im Keller seines Hauses in Lette gelagert hat: 20 000 Dias allein von Lette und Landschaften, davon insbesondere Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, außerdem von seiner Familie, seinem Elternhaus und von der Feuerwehr Coesfeld, Löschzug III Lette, wo er 40 Jahre aktiver Feuerwehrmann war.

„Seit Anfang der 60er Jahre bin ich alle zwei Jahre auf dem Kirchturm gewesen und habe von dort aus alles rundum fotografiert. In der Kirchturmspitze sind vier kleine Scharten, durch die zu besonderen Feierlichkeiten die Fahnen rausgehängt werden“, so Karl Hullerum, der diese kleinen Öffnungen für seine Scharfschüsse gerne nutzt(e). Der nächste Besuch steht im Frühjahr 2012 an, dann mit seiner neuen Canon-Digital-Kamera und 200-Millimeter-Zoomobjektiv.

Nun sind seine Werke zu besonderen Ehren gekommen: 13 seiner damaligen Farbdias, die er eingescannt hatte, wurden vom Werbering zu Schwarzweißfotos umgestaltet und zieren nun – neben aktuellen Fotos von Andrea Schneider – die Titelseite und zwölf weitere Monatsblätter des Familienkalenders 2012 von Lette, den der Werbering Lette kürzlich herausgebracht hat (siehe Artikel unten.

„1953, als ich in die Lehre als Maschinenschlosser gekommen war, hatte ich mir von meinem ersten verdienten Geld die erste Kamera gekauft. Es war eine ganz einfache Agfa-Kamera“, so der 73-jährige Witwer, der zwei Kinder und vier Enkel hat. „Wir waren zuhause acht Kinder, da war ich der Hausfotograf und bin auch oft zu Hochzeiten und Silberhochzeiten eingeladen worden. In Lette habe ich alles fotografiert, was anfiel, so beispielsweise 1980 die Straßenneuführung und später den Abriss der Johannesschule.“

Zu seinem 50. Geburtstag habe er sich einen Nandu gewünscht, doch stattdessen bekam er zwei Hängebauchschweine für den großen Garten. „Die haben die ganze Wiese umgepflügt und ich habe sie schnell wieder abgegeben. Dann gab es ein Nandu-Pärchen, das dreimal Junge bekam, zuletzt vor zehn Jahren. Leider sind mir im Frühjahr zwei Nandus eingegangen. Zurzeit habe ich noch einen Nandu-Hahn.“

Nach Agfa kamen Canon-Kameras ins Haus. „Jahrelange hatte ich die AE 1“, blickt Karl Hullerum zurück, der zwei Jahre lang seine Dias eingescannt hat. „Drei Minuten pro Dia. Den Scanner hatte ich von einem guten Bekannten.“

Ein weiteres Hobby ist sein von ihm mitgegründeter „Stammtisch Temming“. „Das ist der alte Name vom Bürgerhaus Böinghoff. Wir treffen uns jeden Sonntagmorgen bei Böinghoff von 10 bis circa 12 Uhr. 2009 haben wir unser 50-jähriges Bestehen gefeiert.“

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