Gestern offizielle Feier zum Start des Coesfelder „Bündnisses für Erziehung“

Damit das Erziehen wieder Spaß macht

Brachten gestern das „Bündnis für Erziehung“ auf den Weg: Dr. Thomas Robers (von links), Ulrike Wißmann, MdB Karl Schiewerling, der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Hermann Kues, Joachim Gilbeau, Heinz Öhmann und Michael Lukas.

Coesfeld. Weil Eltern die wichtigsten Erzieher sind, wurde gestern in Coesfeld ein in der Region einzigartiges Bündnis auf den Weg gebracht: Das „Bündnis für Erziehung“. 70 Vertreter von Schulen, Kindertageseinrichtungen, Beratungsstellen und aus dem Rat der Stadt kamen in der Sparkasse Westmünsterland in der Münsterstraße in Coesfeld zusammen, um das Projekt offiziell für gestartet zu erklären.

Ziel des Bündnisses ist es, Eltern in ihrem Erziehungverhalten zu unterstützen und zu ermutigen, eigene vorhandene Fähigkeiten zu erkennen und weiterzuentwickeln. Schon jetzt gehören dem Bündnis 28 Institutionen an.

Auch Politiker aus Berlin

waren unter den Gästen

Das alles war Grund genug für den Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Hermann Kues aus Berlin anzureisen, um lobende Worte zu sprechen: „Sie haben sich viel vorgenommen. Doch das ist ein Bündnis, von dem man erzählen muss, weil es großartig ist.“ Denn Erziehung habe, so der Politiker weiter, noch nie eine so große Rolle gespielt wie heute. Doch viele Eltern seien einfach unsicher und wüssten nicht, was richtig und falsch sei und ob ihre Kinder auf dem richtigen Weg seien. „Darum ist es entscheidend, dass wir jedes Kind in seiner Einzigartigkeit fördern und genau das soll mit dem Bündnis gelingen“, betonte Dr. Hermann Kues in seinem Vortag.

Neben dem Parlamentarischen Staatssekretär reihte sich auch MdB Karl Schiewerling in die Reihe der Redner ein: „Ich bin froh und glücklich, dass sich ein solch engmaschiges Netzwerk in meinem Wahlkreis gegründet hat. Es ist ein weiterer Beleg dafür, dass sich unsere Region wirklich zu einer der kinderfreundlichsten Regionen unseres Landes entwickeln wird.“

Zudem kamen Coesfelds Bürgermeister Heinz Öhmann, der Beigeordnete der Stadt Dr. Thomas Robers und Ulrike Wißmann, Leiterin der Familienbildungsstätte/Mehrgenerationenhaus Coesfeld zu Wort. Auch sie betonten, dass das Bündnis wichtig für die Zukunft sei und dazu beitrage, ein Umfeld zu schaffen, in dem Eltern ihre Kinder auf den richtigen Weg bringen können und sie zu selbstbewussten, selbstständigen Menschen zu erziehen. „Es ist wichtig über Erziehung zu sprechen. Auf diesem Feld ist ein enormer Wandel zu erkennen, unter anderem durch die Entwicklung der Medien. Eltern sollen einfach erfahren, dass Erziehen Spaß machen kann“, erklärte Ulrike Wißmann. „Wir wollen die Eltern selber in ihrem Alltag stärken, und jeden Elternteil erreichen.“

Am 14. Oktober erste

„KESS erziehen“-Seminare

Funktionieren soll das alles, indem zunächst Erzieher und Lehrer an dem Elternkompetenz-Training „KESS erziehen“ teilnehmen und anschließend ihr Wissen an Eltern weitervermitteln, die Unterstützung bei der Erziehung brauchen. Und weil gerade Erzieher und Lehrer wissen, welchen Müttern und Vätern im Umgang mit ihren Sprösslingen ein wenig unter die Arme gegriffen werden muss, werden genau die Familien erreicht, denen eine Förderung gut tut.

Die ersten „KESS erziehen“-Seminare beginnen am 14. Oktober. Zudem sind weitere Aktivitäten geplant. Zunächst sollen aber noch mehr Bündnispartner ins Boot geholt werden – auch Vereine und andere Gruppen. Finanziell unterstützt wird das Coesfelder „Bündnis für Erziehung“ von der Sparkassen Stiftung mit 10 00 für drei Jahre.

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