MFC Coesfeld baut Modelle in einstigem Fotogeschäft

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Zurzeit bauen 14 Mitglieder des MFC Coesfeld e.V. in den ehemaligen Räumlichkeiten von Foto Hentschel, Kupferstraße 18, in Coesfeld an ihren Flugmodellen der Klasse RES.

Coesfeld. „Worauf musst du achten?“, fragt der 63-jährige Klaus-Dieter Schiller den 11-jährigen Moritz Kenkmann. „Dass die Kleberänder nicht zu dick sind“, antwortet Moritz. Beide sind Mitglieder des Modellflugclub (MFC) Coesfeld e.V. und bauen gemeinsam an ihrem Modellflieger der RES-Klasse. Das Besondere: Die beiden MFC-Mitglieder können gemeinsam mit zwölf weiteren Modellflugbegeisterten in den ehemaligen Räumen von Foto Hentschel, Kupferstraße 18, in Coesfeld arbeiten. Denn der MFC Coesfeld nutzt derzeit die Räumlichkeit als eigene Modellbau-Werkstatt.

„Wir möchten ein bisschen zurück zu den Wurzeln. Gerade die Jugendlichen sind eher mit dem Modellfliegen als mit dem Modellbauen groß geworden“, berichtet Andreas Bodem, 1. Vorsitzender des MFC Coesfeld. Die Idee, gemeinsam nicht nur zu fliegen, sondern auch zu bauen, entstand im Verein bereits vor circa einem Jahr „Das Ladenlokal des ehemaligen Fotogeschäfts bot sich für uns an, da es zentral gelegen ist“, so Bodem. 

Zwischen den Feiertagen im Dezember 2018 konnten dann die Modellflugpiloten in die Räumlickeit einziehen. 14 Vereinsmitglieder basteln dort aktuell an ihren Modellen. 15 weitere Clubmitglieder waren bis jetzt zum Gucken vor Ort. „Aber auch die Leute auf der Straße bleiben am Schaufenster stehen und statten un einen Besuch ab“, erklärt Bodem. „Wir erhoffen uns natürlich auch neue Mitglieder“, ergänzt er. 

Alle Modellbauer in der Werkstatt basteln an sogenannten RES-Modellen. RES steht für Rudder Elevator Spoiler. Bei dieser Wettbewerbsklasse ist das Ziel, mit einem Flugmodell nach einem Gummiseil-Hochstart einen Flug von sechs Minuten Dauer zu erreichen. Der Start erfolgt mit Hilfe eines 100-Meter-Seils. Abgeschlossen wird der Flug durch eine Ziellandung, möglichst nahe an einem vorgegebenen Punkt. 

Dass das Modellbauen keine Altersgrenzen kennt, zeigen der 63-jährige Klaus-Dieter Schiller und der 11-jährige Moritz Kenkmann. Sie bauen gemeinsam an dem Modell „AndREaS“. „Man muss genau arbeiten und eine gewisse Reihenfolge einhalten. Wenn man sich aber an die Bauanleitung hält, kann man eigentlich nichts verkehrt machen“, so Klaus-Dieter Schiller. 

In circa sechs bis acht Wochen sollen die Modelle aus der provisorischen Werkstatt fertig sein – passend zum Indoorflugtag des Vereins am Sonntag, 10. März, von 10 bis 17 Uhr. Dort soll es eine kleine Modellausstellung geben. Bei dieser werden auch die Werkstatt-Flieger mit von der Partie sein. „Das Ladenlokal steht übrigens weiterhin frei zur Vermietung“, sagt Andreas Bodem.

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