Am Pictorius-Kolleg entstanden die Vorschläge für das neue Chorlogo

Chor sucht Logo – und findet Schüler

Die Schüler der Klasse GTG1-09 nach erfolgreicher Präsentation mit ihren Logos für die Letter Chorgemeinschaften.

Coesfeld. „Das war sehr beeindruckend. Schön, dass Sie sich so intensiv mit unserem Chor auseinandergesetzt haben“ – ein entspanntes Raunen ging durch das Klassenzimmer der Klasse GTG1-09 des Pictorius-Berufsfkollegs, als Chorleiter Maximilian Kramer diese lobenden Worte an die angehenden Gestaltungstechnischen Assistenten im Saale richtete.

Und in der Tat waren er und Rita Kleinschneider, Pressesprecherin der Leter Chorgemeinschaften, mächtig beeindruckt von dem, was sie kurz zuvor hatten sehen dürfen: eine professionelle Präsentation vieler kreativer Entwürfe für ein Chorlogo.

Fünf Wochen lang hatten die Schüler vor ihren Bildschirmen gebrütet, Linien gezogen, Flächen eingefärbt und Schriftzüge gestaltet. Soweit war das für die angehenden Gestaltungstechnischen Assistenten des Pictorius-Berufskollegs erst einmal nichts Ungewöhnliches: Doch dass sie damit einen realen Kundenauftrag erfüllten, das war schon eine außergewöhnliche Situation.

Die Idee zu der Kooperation war Rita Kleinschneider gekommen. „Ich wusste, dass es am Pictorius-Kolleg einen Ausbildungsgang der gestaltungstechnischen Assistenten gibt. Denn ein Grafikbüro hätte unsere Chorkasse nicht verkraftet“, sagt sie.

Klassenlehrer Markus Wengrzik zeigte sich offen für die Zusammenarbeit. Und so konnte das Projekt beginnen. Zunächst besuchten die Schüler Lette um einen Eindruck von der Chorarbeit sowie der St.-Johannes-Kirche als Hauptaktionsort des Chores zu gewinnen. Dann setzten sie ihre Ideen um.

14 Schüler, 14 Entwürfe: Chorleiter Maximilian Kramer und Rita Kleinschneider bekamen bei der Schlusspräsentation der Logo-Vorschläge einiges zu hören und zu sehen: Etwa die drei orangenen Silhouetten von Sarah Peter. „Die haben die Münder offen und grinsen dabei leicht, so dass sie sehr fröhlich wirken“, sagte sie. Andere Schülerinnen hatten die Orgel in den Mittelpunkt des Logos gerückt, und auch der Kirchturm war gleich in mehreren Entwürfen zu finden. Ein Entwurf zeigte die Heilige Cäcilia, die als Schutzpatronin der Sänger und als Bestandteil des Kirchenfensters hinter der Orgelbühne in St. Johannes immer präsent im Chorleben ist.

In den nächsten Tagen möchte sich der Vorstand des Kirchenchores für ein Logo entscheiden. Damit sich die Wahl nicht allzu qualvoll gestaltet – denn fast alle Logos fanden bei der Präsentation spontanen Zuspruch der beiden Chorvertreter – hat Lehrer Markus Wengrzik seine Hilfe angeboten. Bewerten muss er die Logos ohnehin: Denn der Realauftrag der Letteraner hat für die Schüler den gleichen Stellenwert wie eine Klausur.

So wird ein Logo, das im Pictorius-Kolleg entstand, wohl schon bald Briefe und Internetseite der Chöre zieren.

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