Erholungsfreizeit der Kinderhilfe Tschernobyl

Buntes Ferienprogramm für Kinder aus Svensk

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34 Kinder aus dem weißrussischen Svensk erleben derzeit vier abwechslungsreiche Wochen in der Sirksfelder Schule. Besonders gerne sind sie auf dem Rad unterwegs.

Coesfeld. Die Kinderhilfe Tschernobyl Coesfeld verfolgt drei Ziele: Die Folgen der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986 lindern, humanitäre Hilfe leisten und die Völkerfreundschaft stärken. Um Ersteres zu erreichen, veranstaltet der Verein zurzeit zum 28. Mal die Erholungsfreizeit für Kinder und Jugendliche aus der weißrussichen Gemeinde Svensk, die etwa 200 Kilometer von Tschernobyl entfernt liegt.

„Die vollwertige Ernährung, viel frische Luft und eine Menge Spaß sorgen dafür, dass die Kinder nach den vier Wochen in Coesfeld wesentlich erholter und mit einem stabileren Immunsystem wieder nach Hause kommen“, freut sich Thomas Bücking, der während der Freizeit vom 11. Juli bis zum 5. August jeden Tag als Betreuer dabei ist. Die Kinderhilfe Tschernobyl hat sich für die 34 Kinder im Alter von sieben bis 16 Jahren ein buntes Programm ausgedacht – alles unter dem Motto „Reise in die Antike“. Passend dazu basteln die Kinder zum Beispiel Kostüme oder schauen sich „Asterix und Obelix“ im Kino an. „Wir sind besonders gerne auf dem Rad unterwegs, weil Fahrradfahren in Svensk nicht üblich ist“, erklärt Bücking. Wie immer dient die Sirksfelder Schule als Unterkunft für die Gäste aus Weißrussland. Einmal wird aber auch in Holtwick gezeltet, und die kommenden zwei Wochenenden verbringen die Kinder in Gastfamilien, um das deutsche Familienleben kennenzulernen.

Die Erholungsfreizeit wird durch zwei Hobbykünstlermärkte im Jahr, Geld- und Sachspenden finanziert. Nur durch viele ehrenamtliche Helfer kann das Ferienprogramm seit 1992 ununterbrochen stattfinden.

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