Bühnenbau der Freilichtbühne Coesfeld baut neue Kulissen

Rainer Hansen, Urs Just, Christian Roling, Rainer Gremm (von links) sind ein Teil des Bühnenbau-Teams.

Coesfeld. Das Wirtshaus für die Produktion „Im weißen Rössl“ steht bereits auf der Freilichtbühne Coesfeld. Bis die Gäste am Samstag, 27. Mai, zum ersten Mal kommen können, gibt es für den Bühnenbau noch einiges zu tun. Trotzdem ist schon sichtbar, dass Regisseur Harald Kratochwil nicht die „Heile-Welt-Verfilmung“ mit Peter Alexander auf die Bühne bringt. Denn die Autoren haben „Im weißen Rössl“ ursprünglich als ironische Berliner Operette geschrieben, die Massentourismus, Alpenidyll und Berliner Schnauze aufs Korn nimmt. Und genau das greift das Coesfelder Rössl auf.

Bühnenbau-Chef Christian Roling freut sich darüber, dass sich die Inszenierung auf die ursprüngliche ironische Ausrichtung der Autoren konzentriert. „Die weltberühmten Lieder zu hören und in den Proben zu sehen, wie witzig „Im weißen Rössl“ eigentlich ist, finde ich spannend. Ich hätte nicht gedacht, dass die Lieder auch funktionieren, obwohl niemand operettenhaft singt. Aber es geht sehr gut auf“, betont Roling.

Er und sein rund 20-Mann starkes Bühnenbau-Team sind seit Januar dabei, die Kulissen für „Im weißen Rössl“ und „Peter Pan“ zu bauen. Die Planungen haben schon viel früher angefangen: „Sobald das Stück bekannt ist, gibt es eine erste Bühnenbild-Besprechung zwischen dem Regisseur und dem Bühnenbildner. Der Bühnenbildner erstellt dazu ein Modell im Maßstab 1:20, das wir dann umsetzen“, erläutert Roling. Weil es an der Freilichtbühne Coesfeld jedes Jahr zwei Stücke gibt, braucht es auch zwei Bühnenbilder. „Die Herausforderung liegt darin, nicht jedes Mal die Kulisse vom Abend- oder Familienstück komplett abbauen zu müssen. Das gelingt uns, indem das Bühnenbild vom Abendstück in der Regel stehen bleibt und dann Kulissenteile davorgesetzt werden“, sagt der Bühnenbau-Chef. Das bedeutet jährlich neue Herausforderungen. In diesem Jahr ist es die Kulisse des Salzkammerguts, die entstehen muss. „Da sind vor allem die Berge eine Herausforderung, da sie sehr schwer zu beleuchten sind“, so Roling. In den kommenden Wochen bis zu den Premieren steht noch eine Menge Arbeit an, dafür sucht Christian Roling Verstärkung für sein Team. „Bei uns fallen Arbeiten aus jedem Gewerk an“, weiß Roling.

Wer Interesse hat, beim Bühnenbau mitzuwirken, kann sich per E-Mail an c.roling@flbcoe.de melden. Weitere Informationen über die Freilichtbühne Coesfeld gibt es unter www.freilichtbuehne-coesfeld.de und auf Facebook.

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