Streiflichter-Interview mit Hülpers Nachfolger Johannes Arntz

„Bis Ostern die Gemeinde kennenlernen“

Der „Neue“ vor dem Tor zur Lambertikirche: Pfarrer Johannes Arntz wird am 30. Oktober als Pfarrdechant von St. Lamberti eingeführt.

Coesfeld. Mit Johannes Arntz bekommt St. Lamberti zwei Wochen nach der Verabschiedung Hülpers einen neuen Pfarrdechanten.

Am Sonntag, 30. Oktober, wird er im Rahmen eines Gottesdienstes ab 15 Uhr in der Lambertikirche in sein Amt eingeführt. Gleichzeitig wurde er wie sein Vorgänger zum Kreisdechanten für das Kreisdekanat Coesfeld ernannt. Im Gespräch mit Streiflichter-Mitarbeiter Thilo Kötters spricht Arntz, der noch wenige Tage in der Gemeinde St. Martin in Raesfeld tätig ist, über seine neue Aufgabe in Coesfeld.

Streiflichter: Fällt Ihnen der Abschied von Ihrer alten Gemeinde schwer?

Johannes Arntz: Ich war sehr gerne dort, zwölf Jahre lang, deshalb bin ich dort auch sehr verwurzelt. Die Gemeinde dort ist ähnlich strukturiert wie meine neue, dort hatte ich auch drei Kirchen zu betreuen. Aber natürlich ist der Ort eher dörflich geprägt.

Streiflichter: Was bedeutet ihre zusätzliche Aufgabe als Kreisdechant?

Johannes Arntz: Zunächst einmal hatte ich die Befürchtung, dass ich dadurch zu wenig das Eigentliche im Blick habe. Ich finde diese Aufgabe aber reizvoll, sie erweitert meinen Horizont. Ich bin ja als Kreisdechant nicht nur für den Kreis Coesfeld, sondern auch für einen Teil des Kreises Unna zuständig.

Streiflichter: Hatten Sie schon Kontakt zu Ihrer neuen Gemeinde?

Johannes Arntz: Im Mai gab es ein erstes Kontaktgespräch, danach habe ich mich dem Pfarrgemeinderat vorgestellt. Das war wichtig, damit ich Entscheidungen, die demnächst anstehen, nachvollziehen kann. Aber auch die Begegnungen hier haben mir bis jetzt sehr gut gefallen. Hier gibt es viele Menschen, die mitentscheiden und sich mit einbringen. Das finde ich sehr gut.

Streiflichter: Was wissen Sie jetzt schon über St. Lamberti?

Johannes Arntz: Spannend finde ich das Coesfelder Kreuz und die Kreuztracht. Das ist eine Tradition von Wert. Ich freue mich, mich darauf einzulassen. Ansonsten informiere ich mich zurzeit übers Internet über das aktuelle Geschehen in Coesfeld.

Streiflichter: Ab wann werden Sie hier in Coesfeld sein?

Johannes Arntz: Am 24. September werde ich in Raesfeld verabschiedet. Am 26. Oktober ziehe ich nach Coesfeld und werde hier am 30. Oktober eingeführt. Ich werde mir dann erstmal bis Ostern Zeit nehmen, die Gemeinde kennenzulernen. Die Zeit brauche ich schon, damit ich nur annähernd alle Institutionen sehe, für die ich zuständig bin. Hier hat man ja auch eine große Sitzungsverantwortung. Um eine so große Gemeinde richtig kennenzulernen, werde ich aber sicherlich ein paar Jahre brauchen. Ich werde auch erstmal schauen, wie sich die Dinge darstellen... Ich hoffe, ich muss nicht alles verändern (lacht).

Streiflichter: Was wünschen Sie sich für Ihre Zeit in Coesfeld?

Johannes Arntz: Mein Hauptwunsch ist, dass wir hier zu einem vertrauensvollen, offenen Miteinander finden. Und dass wir ganz im Sinne Jesu Christi das Wesentliche nicht aus den Augen verlieren, uns nicht im Klein-Klein des Alltags verlieren. Ich glaube aber auch, dass Kirche heute Mut zu Visionen braucht und in der Kirche auch unkonventionelle Wege in der Pastoral gegangen werden müssen.

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