Besucher aus Torschok überwältigt von Coesfelder Gastfreundschaft

Bestens ausgerüstet

„Immerhin konnten wir die Handtücher retten“, sagt Petra Meyer vom Frotteestudio mit Rückblick auf die heftigen Regengüsse am vergangenen Donnerstag. [aK]Foto: Walther[eK]

Coesfeld. Erst im Mai waren einige Mitglieder der Stiftung Kinderhilfswerk „Blauer Elefant“ zu Besuch in Russland, um sich über die Fortschritte im Partnerprojekt – einem Waisenhaus in Torschok – vor Ort zu informieren und die letzten Vorbereitungen für den Gegenbesuch zu treffen(die Streiflichter berichteten).

Jetzt, nur wenige Wochen später, können sie ihre russischen Freunde endlich in Coesfeld begrüßen:

Seit Montag sind 16 Kinder und Jugendliche aus der Einrichtung gemeinsam mit ihren Betreuern und einer Dolmetscherin in der Sirksfelder Schule untergebracht. „Der Empfang war überaus herzlich. Unseren Gästen fehlt es dort an nichts“, lobt Dorothee Backes vom Kinderhilfswerk.

Viel Zeit zum Faulenzen bleibt aber nicht, denn das Programm ist bis zur Abreise am 7. Juli gut gefüllt. Für ausgedehnte Radtouren durch das Münsterland beispielsweise stellt die Tschernobyl-Hilfe Coesfeld den Kindern ausreichend Fahrräder zur Verfügung. Die russischen Betreuer hingegen staunten am gestrigen Vormittag nicht schlecht: „Typisch münsterländisch“ überreichte die Radwelt Coesfeld ihnen sechs moderne Fahrräder – darunter sogar drei mit E-Motor. Waisenhaus-Leiterin Elena Desjaktina erschien ein solches Gefährt zunächst nicht ganz so geheuer zu sein. Nach einer kurzen Einweisung durch Radwelt-Mitarbeiter Kevin Behn und einem letzten skeptischen Blick unternahm sie gemeinsam mit ihren Kollegen aber doch noch ein paar vorsichtige, aber erfolgreiche Fahrversuche.

Zur Mittagszeit schließlich kehrte wieder etwas mehr Ruhe ein: Das Hotel-Restaurant Haselhoff hatte die gesamte Gruppe inklusive der Coesfelder Helfer vom „Blauen Elefanten“ zum Mittagessen eingeladen. Auch die letzten hungrigen Mägen konnten hier ausreichend gefüllt werden.

Eine Stadtführung und ein kurzer Besuch im Stadtmuseum „Das Tor“ standen als nächstes auf dem Programm. Doch damit nicht genug: Vor dem obligatorischen Besuch beim Bürgermeister unternahm die Gruppe noch einen kurzen Abstecher ins Frotteestudio. Geschäftsführerin Petra Meyer überreichte jedem Kind ein großes Handtuch – natürlich bestickt mit einem Elefanten. Mit leuchtenden Augen bedankten sich die Kinder bei den Coesfeldern für die großzügigen Spenden und die Gastfreundschaft.

Streiflichter-Ausgabe vom 26.6.2013

Von Tina Walther

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