Ursula und Kathrin Ursula Terwey

Besondere Beziehung zum Markt

Ursula Terwey und ihre Tochter Kathrin Ursula haben allein schon aufgrund ihrer Vornamen eine ganz besondere Beziehung zum Coesfelder Ursula-Wochenende. Dass die heute 30-jährige Tochter mit Zweitnamen so heißt wie ihre Mutter, hat seinen Grund: Sie kam 1983 am Ursula-Tag, dem 21. Oktober, zur Welt. Für ihre Mutter war es in mehr als 30 Jahren das einzige Jahr, in dem sie (als Wöchnerin zwangsläufig) auf das Ursula-Wochenende verzichten musste.

Coesfeld. Eine besondere Beziehung hat die Coesfelderin Ursula Terwey zum Ursula-Wochenende.

Die Inhaberin des „Imbiss Terwey“ ist nicht nur Namensvetterin der Coesfelder Traditionsveranstaltung. Seit 20 Jahren ist sie auch mit ihrem Imbiss jedes Jahr von freitags bis sonntags auf der Veranstaltung. Und auch in den Jahren davor hat sie kein Ursula-Wochenende verpasst – bis auf eines.

Und da hatte sie einen guten Grund, dem bunten Treiben in der Berkel-Stadt fernzubleiben. „Ich habe genau vor 30 Jahren meine Tochter zur Welt gebracht, da lag ich im Krankenhaus und konnte nicht auf den Ursula-Markt“, blickt die 56-jährige Coesfelderin zurück. Dabei hätte sie am liebsten nach der Geburt das Krankenhaus verlassen, um auf den Markt zu gehen. „Die anderen fanden die Idee aber nicht so gut, so bin ich doch lieber im Krankenhaus geblieben …“, lacht die dreifache Mutter.

Da Ursula Terwey zuvor zwei Söhne geboren hatte, war die Tochter „das I-Tüpfelchen“ in der Familie. Und auch der Namen stand eigentlich für das Ehepaar Hubert und Ursula Terwey fest. „Wir wollten unsere Tochter Kathrin nennen.“ Da nach der Geburt vor 30 Jahren noch der Vater mit dem Familienstammbuch beim Standesamt vorstellig werden musste, um den Namen des Kindes einzutragen, ließ Hubert Terwey den Namen Kathrin für die Tochter eintragen – und hatte dabei eine Überraschung für seine Frau parat.

„Da unsere Tochter ja auf dem Namenstag Ursula am 21. Oktober geboren wurde und auch Ursula-Markt war, hat er sich einfach auf dem Weg zum Standesamt überlegt, den Namen Ursula als Zweitnamen mit einzutragen“, schmunzelt Mutter Ursula Terwey.

In den vergangenen Jahren musste im Hause Terwey natürlich schon manche Feier von Geburts- und Namenstag der Tochter ausfallen, da auf dem Ursula-Markt gearbeitet werden musste. In diesem Jahr hatte die Familie allerdings keine Probleme damit: Der runde 30. Geburtstag von Tochter Kathrin wurde am Montag mit einem Kaffeetrinken gefeiert.

Besuch des Ursula-Markts

ist Pflicht für die Familie

Auch heute noch gehört für die Familie Terwey ein Gang über den Ursula-Markt zum Pflichtprogramm – nicht nur, weil Ursula Terwey mit ihrem Mann im Imbisswagen steht. „Es gehört auch heute noch für unsere Familie dazu, über den Markt zu gehen. Ich versuche auch immer, mich dazu mit meiner Schwiegermutter zu treffen“, erklärt Ursula Terwey. Was auch meistens klappt. „Ich schaffe es eigentlich in der Mittagszeit immer, mir eine halbe Stunde Zeit zu nehmen und über den Markt zu gehen. Auch wenn es ein intensiver Markt ist, bei dem immer viel zu tun ist, klappt es doch fast immer.“

Dabei sind für die Coesfelderin die Tage vor dem Ursula-Wochenende stressiger als die drei Veranstaltungstage selbst. „Der Einkauf und die Bestellung für die drei Veranstaltungstage sind abgeschlossen, die Lebensmittel wie etwa der Teig für die Reibeplätzchen kann natürlich erst kurz vorher frisch gemacht werden. Am Veranstaltungstag selber stehe ich dann froh gelaunt hinter dem Imbiss und freue mich auf die Veranstaltung.“

Nicht nur beim Ursula-Wochenende verkauft die stets gut gelaunt Coesfelderin, die mittlerweile sieben Imbisswagen im Unternehmen besitzt, ihre heißen Köstlichkeiten. Von Töttchen auf dem Coesfelder Wochenmarkt am Samstag bis Pommes-Currywurst auf diversen Schützenfesten ist sie von Mai bis August jedes Wochenende unterwegs. Erst nach dem Weihnachtsmarkt – im Januar und Februar – kommt sie etwas zur Ruhe. Und kann dann noch intensiver ihrem Hobby nachgehen – dem Stricken. „Ich kann beim Stricken einfach gut abschalten, am liebsten stricke ich Socken oder auch Mützen.“

Am diesem Wochenende geht es aber für Ursula Terwey erst mal auf den Ursula-Markt, wo sicherlich auch neben der Arbeit wieder etwas Zeit für einen Bummel mit der „Ursula-Familie“ bleibt.

SL-Ausgabe vom 23.10.2013

Von Florian Kübber

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