Ernsting‘s familiy unterstützt das Projekt der Christophorus-Kliniken

Babyschlafsäcke als Vorbeugung für Kindstod

Die kleine Lara im modernen und funktionalen Schlafsack und ihre Mama Daniela Schwandt sind vom Babyschlafsack-Projekt begeistert. Hans-Dieter Ernst (links) von Ernsting‘s family und Dr. Klaus-Dieter Jaspers freuen sich auf die Zusammenarbeit. [aK]Foto: Elling[eK]

Coesfeld. Über 200 Säuglinge sterben in Deutschland jährlich am plötzlichen Kindstod – bei tausenden Geburten scheint das nicht viel, doch es ist der Horror für alle Eltern.

Dabei ist die Vorbeugung nicht schwer. „Rauchen und Überhitzung sind Faktoren die das Risiko dramatisch erhöhen“, erklärt Dr. Klaus-Dieter Jaspers, Chefarzt der Frauenklinik der Christophorus-Kliniken. „Ideal sind Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad, das Kind sollte nicht im Bett der Eltern schlafen und es darf nicht in Kontakt mit Nikotin kommen.“ Viele Eltern seien unsicher, wenn sie aus der behüteten Welt des Krankenhauses nach Hause kommen und plötzlich die alleinige Verantwortung für ihr Kind tragen. „Mit dem Projekt wollen wir ihnen einen Sorgenpunkt nehmen“, erklärt Hans-Dieter Ernst von Ernsting‘s family.

Eine moderne und

einfache Lösung

Gemeinsam mit der Uni Münster haben die Christophorus-Kliniken bereits 2011 ein Konzept erarbeitet: Jede Familie bekommt zur Entlassung aus dem Krankenhaus einen Schlafsack geschenkt, nachdem sie einen Fragebogen ausgefüllt hat, der vor allem die Schlafumgebung des Kindes zu Hause abfragt. Anschließend findet ein Gespräch statt, in dem die Mütter auf Verbesserungen aufmerksam gemacht werden. „Die Fragebögen gehen zu Studienzwecken an die Uni Münster“, berichtet Jaspers. „Die genauen Ursachen für den plötzlichen Kindstod sind noch immer nicht bekannt. Er soll weitere Erkenntnisse liefern.“

Zuerst wurde das Projekt von der Stiftung des St. Vinzenz Hospitals finanziert aber seit Anfang diesen Jahres von Ernsting‘s family unterstützt.

Der Schlafsack sorgt für eine Luftzirkulation, die einen Hitzestau vermeiden soll und eine gleichmäßige Temperatur erhält. „Uns ist das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig. Nicht nur für die Umwelt sondern auch für die Gesellschaft“, begründet Ernst die Zusammenarbeit. „Die Schlafsäcke zu produzieren ist nicht teurer als sonst. Man muss nur wissen, wie es besser gemacht werden kann.“ Verziert ist der Schlafsack mit dem Spruch: Schön, dass es dich gibt. Denn auch, wenn man nachts zum vierten Mal vom schreienden Säugling geweckt wird, ist es noch immer ein Geschenk, dessen Wert man sich bewusst sein soll. Der Schlafsack ist eine einfache Lösung, den Traum einer Familie zu erhalten.

Streiflichter-Ausgabe vom 26.6.2013

Von Saskia Elling

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